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Gary Kemp Gefangen in den Achtzigern

aus DER SPIEGEL 29/2021
Foto:

Giuseppe Maffia / ddp/ZUMA

Der britische Musiker und Schauspieler Gary Kemp, 61, hat das Gefühl, in den Achtzigerjahren gefangen zu sein. Ständig werde er mit Geschichten und Bildern aus dieser Zeit konfrontiert, als er mit seiner Band Spandau Ballet Hits wie »True« oder »Gold« hatte. »Ich sehe mich immer wieder als jungen Mann«, bekannte er gegenüber dem »Independent«. Das sei »irgendwie ungesund«. Zum Stil der New-Wave-Band, die Millionen Tonträger verkaufte und sich 2019 ein zweites Mal auflöste, gehörten Haartollen, Anzüge mit Schulterpolstern und exaltierte Posen. Sie hätten oft zwischen Phasen von Euphorie und Depression geschwankt, erzählt Kemp, der auch in Kinofilmen wie »Die Krays« (1990) mitspielte. Er berichtet in dem Interview von der »nervenaufreibenden« Erfahrung, als Songwriter und Gitarrist die Hauptverantwortung für die Band zu tragen. »Und wenn man dann einen großen Hit gehabt hat, wird man sein eigener schlimmster Feind«, so Kemp. Die Arbeit an seinem Soloalbum »Insolo«, das gerade erschienen ist, habe ihm weniger Qualen bereitet. Die neuen Songs seien von der Einsicht getragen, dass er in seinem Leben mehr hinter sich als vor sich habe.

lob
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