"Lindenstraße"-Schauspieler Georg Uecker spricht über HIV-Erkrankung

Als Arzt Dr. Carsten Flöter aus der "Lindenstraße" ist er eine TV-Instutition. Nun hat Schauspieler Georg Uecker mitgeteilt, dass er HIV-positiv ist: "Ich fühle mich topfit und bin voller Lebenslust."

DPA

"Lindenstraße"-Schauspieler Georg Uecker ist seit Jahren HIV-positiv. "Meine Familie und enge Freunde wissen, dass ich HIV-positiv bin, aber ich hatte nie Lust oder das Bedürfnis, mich öffentlich erklären zu müssen", sagte der 53-Jährige in einem Interview, das am Freitag auf der Seite der "Lindenstraßen"-Produktionsfirma gff veröffentlicht wurde. In einem Interview der Zeitschrift "Schwulissimo" war das Thema bereits zur Sprache gekommen.

Er wisse seit 25 Jahren, dass er HIV-positiv sei, sagte Uecker. Jetzt sei für ihn jedoch der Zeitpunkt gekommen, darüber öffentlich zu sprechen. Seit der sechsten Folge spielt er in der "Lindenstraße" den Arzt Dr. Carsten Flöter. "Ich fühle mich topfit und bin voller Lebenslust und Energie, obwohl ich vielleicht nicht immer so aussehe."

Produzent Hans W. Geißendörfer schrieb auf der Website: "Georg Uecker hat mir schon vor vielen Jahren berichtet, dass er HIV-positiv ist. Er hat sein Leben und Arbeiten mit diesem Wissen sehr diszipliniert organisiert und wird dies auch weiterhin tun." Er wünsche sich, schreibt Geißendörfer über Uecker, "dass er der 'Lindenstraße' noch lange dienen kann. Darüber hinaus ist er einer meiner besten Freunde."

1987 war Uecker an einem historischen TV-Moment beteiligt: dem ersten Kuss eines schwulen Pärchens im deutschen Fernsehen. Als Dr. Flöter küsste Uecker den Schauspielerkollegen Günter Barton in dessen Rolle als Gerd Weinbauer. Drei Jahre später kam es in der Serie zum gleichgeschlechtlichen Liebesakt mit Martin Armknecht in dessen Rolle als Robert Engel.

Die "Lindenstraße" wurde 1985 zum ersten Mal gezeigt und ist damit die älteste wöchentliche Serie im deutschen Fernsehen.

ulz/dpa

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