George Clooney "Es wird keinen Präsidenten Trump geben"

Er engagiert sich für Flüchtlinge und Menschenrechte - und nun gegen Donald Trump: George Clooney hat dem US-Präsidentschaftsbewerber eine klare Kampfansage erteilt. Er werde nicht das nächste Staatsoberhaupt sein.

Schauspieler George Clooney in Cannes
AFP

Schauspieler George Clooney in Cannes


George Clooney kann ja ziemlich witzig sein. Neulich etwa tauchte der 55-Jährige spontan in einem Taxi auf - und trällerte für die US-"Late Late Show" ein paar Liedchen, zusammen mit Gwen Stefani und Julia Roberts. Doch Clooney ist beileibe nicht nur ein lustiger Entertainer, sondern auch ein Mensch mit klaren politischen Überzeugungen.

Jetzt hat sich der Schauspieler den Präsidentschaftskandidaten der US-Republikaner vorgeknöpft. "Es wird keinen Präsidenten Donald Trump geben", sagte Clooney beim Filmfestival in Cannes. "Angst wird nicht das sein, was unser Land antreibt" - weder die Angst vor Muslimen, so Clooney, noch vor Flüchtlingen.

Clooney stellte bei den Festspielen den Finanz-Thriller "Money Monster" von Jodie Foster vor. Darin spielt er den Fernsehmoderator Lee Gates, der in seiner Live-Sendung als Geisel genommen wird.

Clooney hatte sich zuletzt vermehrt politisch engagiert und für Menschenrechte eingesetzt. Unter anderem traf er in Berlin mit seiner Frau Amal Alamuddin Clooney Bundeskanzlerin Angela Merkel sowie einige syrische Flüchtlinge.

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mxw/dpa

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jojack 12.05.2016
1. Bedeutungslos
Ich glaube nicht, dass sich Clooneys Parteiergreifung für Hillary in irgend einer Weise auf das Wahlergebnis auswirkt. Für die meisten Amerikaner ist Hollywood kein Maßstab, Superstars wie Clooney sind zwar umschwärmt, werden aber nicht als moralische Instanzen wahrgenommen.
muttisbester 12.05.2016
2. Elite vs. Volk
Ich glaube, George Clooneys Einstellung ist symptomatisch: Als Mitglied einer super reichen weltläufigen, sorgenfreien Elite hat er keine Ahnung, wie der Alltag eines ganz normalen Bürgers so aussieht. Natürlich darf er gerne poltische Ziele verfolgen, und diese Ziele sind sicher alle gut gemeint. Nur können es sich eben 90% der Bevölkerung nicht leisten, ein Jetsetleben auf Parties, Jachten und Empfänge bei der Bundeskanzlerin zu führen. Trump wird sehr viel mehr Unterstützer haben, als es Leute wie Clooney wahrhaben wollen...
muellerthomas 12.05.2016
3.
Zitat von jojackIch glaube nicht, dass sich Clooneys Parteiergreifung für Hillary in irgend einer Weise auf das Wahlergebnis auswirkt. Für die meisten Amerikaner ist Hollywood kein Maßstab, Superstars wie Clooney sind zwar umschwärmt, werden aber nicht als moralische Instanzen wahrgenommen.
Von der Mehrheit sicherlich nicht, aber es hilft schon, wenn sich einige Leute davon entweder umstimmen lassen oder deshalb überhaupt zur Wahl gehen.
muellerthomas 12.05.2016
4.
Zitat von muttisbesterIch glaube, George Clooneys Einstellung ist symptomatisch: Als Mitglied einer super reichen weltläufigen, sorgenfreien Elite hat er keine Ahnung, wie der Alltag eines ganz normalen Bürgers so aussieht. Natürlich darf er gerne poltische Ziele verfolgen, und diese Ziele sind sicher alle gut gemeint. Nur können es sich eben 90% der Bevölkerung nicht leisten, ein Jetsetleben auf Parties, Jachten und Empfänge bei der Bundeskanzlerin zu führen. Trump wird sehr viel mehr Unterstützer haben, als es Leute wie Clooney wahrhaben wollen...
Aha und Trump führt ein bescheidenes Arbeiterleben?
mar-kosch 12.05.2016
5.
Zitat von jojackIch glaube nicht, dass sich Clooneys Parteiergreifung für Hillary in irgend einer Weise auf das Wahlergebnis auswirkt. Für die meisten Amerikaner ist Hollywood kein Maßstab, Superstars wie Clooney sind zwar umschwärmt, werden aber nicht als moralische Instanzen wahrgenommen.
Ich glaube, das müssen sie auch nicht. Werbung für oder gegen etwas benötigt nicht die Autorität einer moralischen Instanz oder fachlicher Kompetenz. Werbung arbeitet hauptsächlich auf emotionaler Ebene, und dort können Prominente sehr wirksam sein.
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