George W. Bushs Tochter Jenna "Mein Vater war ein Feminist"

Hierzulande wurde George W. Bush vor allem als neokonservativer Hardliner wahrgenommen. Doch der Ex-US-Präsident konnte offenbar auch anders. Tochter Jenna lobt ihren Vater jedenfalls mit ungewöhnlichen Attributen.

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Auch in Zeiten von Donald Trump gilt George W. Bush zumindest noch als einer der umstrittensten Präsidenten, den die USA je hatten. Doch trotz Irakkrieg und verfehlter Klimapolitik hat der Republikaner zumindest in der eigenen Familie vieles richtig gemacht.

"Die Leute lachen darüber, aber ich denke, mein Vater war ein Feminist", sagte nun George W. Bushs 35-jährige Tochter Jenna Bush Hager dem Magazin "People". "Wir konnten werden, was wir wollen. Das möchte ich auch an meine Töchter weitergeben."

Dabei sei sie in der Beziehung zu ihrem Mann Henry eher der "Bad Cop". "Ich war fünf Jahre lang Lehrerein in der Innenstadt von Washington D.C. und in West-Baltimore", begründete Jenna Bush, inzwischen selbst zweifache Mutter, ihre Strenge.

Ganz anders hätten sich da ihr Vater, von 2001 bis 2009 der 43. Präsident der USA, und ihre Mutter und Ex-First-Lady Laura verhalten. Beide hätten sie und ihre Zwillingsschwester Barbara als selbstbewusste Wesen erzogen. "Was sie wirklich wollten, war dass wir neugierige und unabhängige Denker wurden".

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Frauenpower und George W. Bush: Neue Männer braucht das Land

Mit den Jungs in ihrer Klasse habe ihre Schwester Barbara angesichts von so viel Zuspruch sogar Mitleid gehabt, sagte Jenna. Überhaupt zeigen sich die beiden Bush-Töchter häufig einfühlsam. Zum Abschied der Obamas aus dem Weißen Haus im Januar schrieben sie den Teenagerinnen Malia und Sasha einen emotionalen Brief. "Macht Fehler, ihr dürft das", gaben sie den 15- und 18-jährigen, nun ja, Amtsnachfolgerinnen für ihre Zukunft mit auf den Weg.

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