Streit mit Ex-Frau um Villa Gerhard Schröder kassiert nächste Niederlage vor Gericht

Auch in zweiter Instanz ist es dem früheren Kanzler Gerhard Schröder nicht gelungen, ein Wohnrecht für das gemeinsame Haus mit seiner Ex-Frau Doris Schröder-Köpf zu bekommen. Bleibt nur der Gang vor den Bundesgerichtshof.
Gerhard Schröder (2020): Das Ehepaar wurde 2018 geschieden – doch der Immobilienzoff geht weiter

Gerhard Schröder (2020): Das Ehepaar wurde 2018 geschieden – doch der Immobilienzoff geht weiter

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Kay Nietfeld / dpa

Im Rechtsstreit zwischen Gerhard Schröder und seiner Ex-Frau Doris Schröder-Köpf hat der SPD-Politiker erneut den Kürzeren gezogen: Das von ihm eingeklagte Wohn- und Nutzungsrecht in einem beiden Ex-Partnern zu gleichen Teilen gehörenden Haus in Hannover wurde ihm nicht gewährt. Das Oberlandesgericht Celle wies Schröders Klage in zweiter Instanz ab.

Dies bestätigt der Anwalt der 59-jährigen Politikerin der »Bild« -Zeitung. Im Februar 2022 war Gerhard Schröder bereits vor dem Amtsgericht Hannover  gescheitert.

2016 hatte sich das Paar getrennt, zwei Jahre später wurde es geschieden. Der 78-Jährige bezog im ersten Stock des Altbaus in Hannover eine 95 Quadratmeter große Wohnung. Schröders jetzige Ehefrau, Soyeon Schröder-Kim, die er 2018 in Seoul geheiratet hatte, lebt heute mit ihm in dem Objekt. Seiner Ex-Frau zahlt er eine monatliche Miete.

Der Altkanzler wollte ein dauerhaftes Wohn- und Nutzungsrecht im Grundbuch eintragen lassen. »Es geht nicht um einen Streit ums Geld, sondern ausschließlich um die Frage, ob ich abgesichert bin für den Fall, dass meine frühere Frau ihren Anteil an dem Haus verkauft«, hatte Schröder der »Hannoverschen Allgemeinen Zeitung« gesagt.

Streit um Statue im Treppenhaus

Bereits in der Vergangenheit hatte es Ärger mit dem Haus gegeben. Da stritten sich Ex-Frau Schröder-Köpf und Ehefrau Schröder-Kim um eine Statue im Treppenhaus, die Schröder-Köpf umstellen wollte.

Für die Kosten des Verfahrens muss Schröder nun aufkommen. Will er die Klage weiterverfolgen, bleibt dem früheren Bundeskanzler nun noch der Gang vor den Bundesgerichtshof.

Die SPD-Politikerin Doris Schröder-Köpf hatte unlängst ihr Amt als niedersächsische Migrationsbeauftragte abgegeben. Laut niedersächsischer Staatskanzlei will die 59-Jährige solange kommissarisch im Amt bleiben, bis die Nachfolge geklärt ist.

Gerhard Schröder steht nicht erst seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine als Gaslobbyist und Putinfreund in der Kritik.

ala
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