Verspätet Gericht droht mit Haftbefehl gegen AC/DC-Drummer

Ein Gericht in Neuseeland wollte gegen den Schlagzeuger der Rockgruppe AC/DC Haftbefehl erlassen - weil er nicht rechtzeitig vor dem Richter erschienen war. Doch Phil Rudd rettete sich aus der unangenehmen Situation.

Getty Images

Wellington - Die Richter am High Court im neuseeländischen Tauranga legen Wert auf Pünktlichkeit. Als AC/DC-Schlagzeuger Phil Rudd nicht rechtzeitig vor Gericht erschien, drohte der Vorsitzende Timothy Brewer mit einem Haftbefehl. Nur Rudds Erscheinen in letzter Minute bewahrte ihn vor weiterem Ungemach.

Der 60-jährige Rock-Veteran ist in Neuseeland angeklagt, eine Morddrohung ausgesprochen zu haben, was ihm bei einem Schuldspruch sieben Jahre Haft einbringen könnte. Außerdem muss sich Rudd wegen Besitzes von Amphetaminen und Cannabis vor Gericht verantworten. Eine Klage wegen versuchter Anheuerung eines Auftragskillers war vor knapp drei Wochen abgewiesen worden - wegen Mangels an Beweisen.

Ob Rudd der Ernst der Lage so richtig bewusst ist, darf allerdings bezweifelt werden. Vor dem Gerichtsgebäude kasperte er herum, sprang auf den Rücken eines Sicherheitsbeamten und zeigte einem Fotografen seinen Mittelfinger. Bis zu seinem nächsten Gerichtstermin am 2. Dezember bleibt Rudd auf Kaution frei.

AC/DC wollen ab Ende 2015 wieder auf Tour gehen. Rudds Teilnahme ist laut seinen Bandkollegen allerdings ungewiss. Gitarrist Angus Young sagte der "Daily Mail": "Er ist an einem seltsamen Ort in einer seltsamen Situation."

ala/dpa



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