Geständnisse eines Ex-Premiers Tony Blair, der Anfänger

Alltäglichkeiten können zur Bürde werden, wenn sie jahrelang Mitarbeiter übernehmen - und man dann plötzlich auf sich allein gestellt ist. Der ehemalige britische Premierminister Tony Blair erfährt dies nun am eigenen Leib. Seine Plagegeister: Handys und rote Ampeln.


London - Der kürzlich aus dem Amt geschiedene britische Premierminister Tony Blair muss simple Fähigkeiten wie den Umgang mit einem Handy oder die Beachtung roter Ampeln nun völlig neu erlernen. Bei einer Benefizveranstaltung im Londoner Wembley-Stadion gestand der 54-jährige Ex-Premier gestern ein, dass er erst seit wenigen Wochen ein eigenes Mobiltelefon besitze und damit noch immer Überraschungen erlebe. Zwar sei es ihm gelungen, eine SMS abzusetzen und dabei zugleich eine Mini-Spende für Hilfsleistungen in Afrika zu geben, dann aber habe er sich gewundert, als eine Antwort mit der Frage zurückkam: "Wer sind Sie?"

Ex-Premier Blair: Simple Frage auf falsch verschickte SMS
REUTERS

Ex-Premier Blair: Simple Frage auf falsch verschickte SMS

Auch Ampeln stellen den Ex-Premierminister vor eine große Herausforderung. In seinen zehn Dienstjahren habe er sich daran gewöhnt, dass sein Wagen immer über rote Ampeln rauschen durfte, erklärte Blair den Zuhörern im Wembley-Stadion. Seit seinem Ausscheiden aus dem Amt am 27. Juni müsse sein Fahrer vor roten Ampeln anhalten, was ihn wiederholt überrascht habe.

Die Eintrittskarten zu der Benefizveranstaltung im Wembley-Stadion kosteten umgerechnet mindestens 1500 Euro. Die Teilnehmer, zu denen auch Blairs Nachfolger Gordon Brown zählte, konnten sich den Neubau erklären lassen und verschiedene Sportarten testen.

ffr/AFP



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