Simbabwes First Lady Grace Mugabe soll Model blutig geschlagen haben

Schwere Vorwürfe gegen Grace Mugabe: Simbabwes Präsidentengattin soll in Südafrika brutal auf eine junge Frau eingedroschen haben - mit einem Verlängerungskabel. Fotos zeigen das Model mit einer Platzwunde am Kopf.

AFP

Die First Lady Simbabwes soll in einem Hotel im südafrikanischen Johannesburg ein Model blutig geschlagen haben. Nach Angaben des von News24 ging Grace Mugabe, 52, ohne Vorwarnung mit einem Verlängerungskabel auf Gabriella Engels, 20, los. Mugabe habe die Südafrikanerin unverhofft in der Hotelsuite ihrer beiden Söhne angetroffen, hieß es.

Engels beschuldigt die Präsidentengattin, sie sowohl an der Stirn als auch am Hinterkopf verletzt zu haben. Das Model erstattete Anzeige. "Meine Stirn ist aufgeschlagen - ich bin ein Model und verdiene mein Geld mit meinem Aussehen", sagte Engels. Während der tätlichen Auseinandersetzungen seien die Söhne Mugabes im Nachbarraum gewesen.

Mugabe soll der jungen Frau vorwerfen, mit ihren Söhnen Robert und Chatunga, die in Johannesburg leben, ausgegangen zu sein und mit ihnen gefeiert zu haben. Die 52-Jährige hielt sich in Südafrika auf, weil dort eine Unfallverletzung am Knöchel behandelt wird.

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Grace Mugabe: Gar nicht First-Lady-like

Der südafrikanische Sicherheitsminister Fikile Mbalula hatte zunächst signalisiert, Mugabe werde sich in Johannesburg einer Polizeivernehmung stellen. Ein Polizeisprecher sagte jedoch, dazu sei es nicht gekommen. Der Polizei war der Aufenthaltsort Mugabes nach eigenen Angaben nicht bekannt. Die südafrikanische Oppositionspartei Demokratische Allianz teilte mit, der First Lady sei es gelungen, nach Simbabwe zurückzukehren.

Minister Mbalula sagte, ausländische Bürger müssten "einsehen, dass sie Verantwortung tragen". Jemand aus Südafrika könne auch "nicht einfach nach Simbabwe gehen und dort Leute verprügeln".

Die in Südafrika geborene Grace Mugabe hat mit ihrem 93-jährigen Ehemann, Simbabwes autokratischem Langzeit-Präsidenten Robert Mugabe, außer den beiden Söhnen noch eine Tochter. Die als prunksüchtig geltende ehemalige Sekretärin des Präsidentin hält bei Kundgebungen in Simbabwe regelmäßig Ansprachen. Sie gilt daher als mögliche Nachfolgerin und künftige Staatschefin des Landes.

wit/dpa/AFP



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