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Greta Thunberg Endlich glücklich

aus DER SPIEGEL 40/2021
Foto: Lundlund / Guardian / eyevine / ddp

Die Klimaaktivistin Greta Thunberg, 18, sieht schwarz – und ist trotzdem glücklich. Wie optimistisch sie sei, dass auf der Uno-Klimakonferenz Cop26 im November etwas erreicht werde, fragte sie der »Guardian«. Gar nicht, so ihre Antwort: »Wir können so viele Cops veranstalten, wie wir wollen, daraus werden keine echten Konsequenzen folgen.« Auf die Konferenz in Glasgow freut sich Thunberg dennoch, weil sie dann Zeit mit ihren Freunden aus aller Welt verbringen kann. Die junge Frau sagt, dass sie bis vor drei Jahren gar keine gleichaltrigen Freunde hatte. Erst durch ihr Engagement in der Klimaschutzbewegung habe sie Freundschaften mit Teenagern knüpfen können. Seit ein paar Wochen wohnt die nun volljährige Thunberg allein, ein Umstand, der vor Jahren noch nicht vorstellbar gewesen wäre.

Aus: DER SPIEGEL 40/2021

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Der seelische Zustand von Thunberg, bei der im Alter von zwölf Jahren Asperger diagnostiziert worden ist, war lange Zeit sehr fragil. Die Diagnose sei eine Erleichterung gewesen, sagt sie: »Sie hat mir geholfen, Unterstützung zu bekommen und zu verstehen, warum ich so bin.« Heute beschreibe sie ihren Autismus als »Superkraft«, berichtet der »Guardian«, weil er es ermögliche, dass sie so immens konzentriert an einem Thema dranbleibt. Außer Klima seien das Wichtigste auf der Welt Freunde, findet Thunberg, ihre Freundschaften seien das bisher beste Ergebnis ihrer Aktivistinnenzeit: »Ich bin jetzt sehr glücklich.«

KS
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