Verstorbener FDP-Chef München bekommt »Guido-Westerwelle-Platz«

Er war Parteivorsitzender, Außenminister und Vizekanzler: Guido Westerwelle hat die deutsche Politik entscheidend mitgeprägt. Nun wird ein Platz in München nach ihm benannt.
Guido Westerwelle, hier bei einer Wahlkampfveranstaltung 2009, starb 2016 an Leukämie

Guido Westerwelle, hier bei einer Wahlkampfveranstaltung 2009, starb 2016 an Leukämie

Foto: imago stock&people / imago images/Christian Schroedter

Schon bald jährt sich der Tod von Guido Westerwelle zum fünften Mal. Am 18. März 2016 war der Politiker an den Folgen einer Krebserkrankung gestorben. Nun hat sich die Stadt München entschieden, eine Straße nach ihm zu benennen. Laut übereinstimmenden Medienberichten  habe sich der Kommunalausschuss einstimmig auf einen »Guido-Westerwelle-Platz« im Stadtteil Freimann geeinigt.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle finden Sie einen externen Inhalt von Twitter, der den Artikel ergänzt und von der Redaktion empfohlen wird. Sie können ihn sich mit einem Klick anzeigen lassen und wieder ausblenden.
Externer Inhalt

Ich bin damit einverstanden, dass mir externe Inhalte angezeigt werden. Damit können personenbezogene Daten an Drittplattformen übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung.

»Mit Guido Westerwelle verbinde ich den Liberalismus wie mit kaum einem Minister der jüngeren deutschen Geschichte«, wird der Vorsitzende der FDP-Stadtratsfraktion, Jörg Hoffmann, zitiert. »Leben und leben lassen kann als große Erzählung im Leben dieses Politikers gelten. Damit passt ein Guido-Westerwelle-Platz perfekt in unsere weltoffene Stadt.«

Generalsekretär, Parteivorsitzender, Außenminister

Westerwelle starb im März 2016 an Leukämie. Im Juni 2014 war die Blutkrebserkrankung bekannt geworden, er hatte sich danach weitgehend zurückgezogen und einer Chemotherapie unterzogen. Zudem erhielt er eine Knochenmarktransplantation.

»Wir haben gekämpft. Wir hatten das Ziel vor Augen. Wir sind dankbar für eine unglaublich tolle gemeinsame Zeit. Die Liebe bleibt. Guido Westerwelle und Michael Mronz, Köln, den 18. März 2016«, schrieb die Westerwelle Foundation auf ihrer Homepage. (Lesen Sie hier ein SPIEGEL-Interview mit Guido Westerwelle kurz vor dessen Tod.)

Westerwelle war Gründungsmitglied der Jungen Liberalen und stieg anschließend zum Generalsekretär und Parteivorsitzenden der FDP auf. Nach vielen Jahren in der Opposition war er zwischen 2009 und 2013 Bundesaußenminister. In den ersten beiden Jahren der schwarz-gelben Koalition, bis zu seinem Rücktritt vom Amt des FDP-Chefs, war er auch Vizekanzler.

Doch nicht nur Westerwelle wird in München geehrt: Laut dem »Bayerischen Rundfunk « wird ein Platz im Olympiapark nach Hans-Jochen Vogel benannt. Der ehemalige Oberbürgermeister der bayerischen Landeshauptstadt war im Juli 2020 verstorben (Lesen Sie hier einen Nachruf). Der SPD-Politiker war unter Willy Brandt Bundesminister für Raumordnung, Bauwesen und Städtebau sowie Bundesjustizminister unter Helmut Schmidt.

bam
Die Wiedergabe wurde unterbrochen.