Mahnerin gegen Rechtsextremismus Holocaust-Überlebende Esther Bauer gestorben

Sie überlebte mehrere Konzentrationslager. Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus und sprach an Schulen über ihr Schicksal. Nun ist die Hamburger Jüdin Esther Bauer tot.

Esther Bauer in Mecklenburg-Vorpommern 2012
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Esther Bauer in Mecklenburg-Vorpommern 2012


Die Holocaust-Überlebende Esther Bauer, unermüdliche Mahnerin vor den Gefahren des Rechtsextremismus, ist tot. Die gebürtige Hamburgerin starb am vergangenen Samstag in New York im Alter von 92 Jahren, wie der Leiter der theaterpädagogischen Abteilung im Thalia Theater, Herbert Enge, in Hamburg sagte. Die Beisetzung sei für Montagabend in New York vorgesehen.

Esther Bauer war mit ihrer Familie im Sommer 1942 zunächst nach Theresienstadt deportiert worden, kam dann in die Konzentrationslager Auschwitz und Mauthausen. Nach dem Krieg wanderte sie in die USA aus und ließ sich in New York nieder.

Seit den Achtzigerjahren besuchte Esther Bauer zahlreiche Schulen und Universitäten in den USA und in Deutschland. Außerdem nahm die Bundesverdienstkreuzträgerin an Gedenkveranstaltungen in ehemaligen Konzentrationslagern teil.

Inspiriert von der Geschichte Bauers, die 1924 in Hamburg-Eppendorf als Tochter des Schuldirektors Alberto Jonas und der Ärztin Marie-Anna Jonas auf die Welt kam, schrieb Christiane Richers das Stück "Das ist Esther". Seit 2007 wird es immer wieder im Thalia Theater gezeigt.

Die nächste Aufführung ist an diesem Dienstag im Alberto-Jonas-Haus vorgesehen, wo ihr Vater damals die jüdische Töchterschule leitete.

apr/dpa

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