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18. Mai 2012, 16:01 Uhr

Hochzeit in NRW

Kraft der zwei Herzen

Hannelore Kraft sichert ihre Macht: Die rot-grüne Koalition steht, jetzt macht die Ministerpräsidentin auch noch die Sache mit Udo klar. Nach 20 Jahren lässt die Wahlsiegerin ihre Ehe auch kirchlich absegnen - so geht moderne Heiratspolitik.

Düsseldorf - Nach 20 Jahren will Nordrhein-Westfalens wiedergewählte Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) ihren Mann Udo ein zweites Mal heiraten - diesmal kirchlich. Bei der evangelischen Trauung wolle sie ihrem 51-jährigen Mann "dann auch in Weiß das Ja-Wort geben", kündigte Kraft in der "Bild"-Zeitung an. Zuvor hatte die 50-jährige Politikerin der Illustrierten "Bunte" gesagt: "Am Anfang unserer Ehe haben wir uns gesagt, wir versuchen es zu schaffen, zusammen zu bleiben, bis unser Junge groß ist. Dann verhandeln wir noch mal. Das haben wir getan."

Das Paar kennt sich bereits seit Kindertagen. Beide wuchsen in Mülheim an der Ruhr auf. 1992 heirateten Hannelore und Udo Kraft standesamtlich, 1993 kam Sohn Jan zur Welt. Seine zweite Hochzeit will das Paar noch in diesem Jahr feiern, wie Hannelore Kraft sagte, "im Kreise unserer Familien und besten Freunde - aber im Ausland an einem geheimen Ort". Ein Sprecher der Politikerin bestätigte die Pläne.

Wenn es nach den Wählern geht, warten auf Kraft noch höhere Aufgaben. Laut dem "ZDF-Politbarometer extra" soll die Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen nach ihrem Sieg am vergangenen Wochenende bei der Landtagswahl auch Kanzlerkandidatin der SPD werden.

Bei der Umfrage sprachen sich 25 Prozent der Befragten für Kraft als Herausforderin von Kanzlerin Angela Merkel aus. Sie liegt damit vor Ex-Finanzminister Peer Steinbrück, der auf 21 Prozent kam. 20 Prozent wollten Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier als Kanzlerkandidaten sehen. SPD-Chef Sigmar Gabriel kam nur auf 6 Prozent.

jbr/afp

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