Harrods-Chef Al-Fayed zu mutmaßlichem Sex-Skandal befragt

Er soll eine Minderjährige sexuell belästigt haben: Der ägyptische Kaufhausmillionär Mohammed Al-Fayed ist wegen des Vorwurfs der sexuellen Nötigung in London befragt worden. Der Besitzer des Luxuskaufhauses Harrods bestreitet die Anschuldigungen.


London - Der Harrods-Chef habe sich am Mittwoch freiwillig bei der Londoner Polizei Scotland Yard eingefunden, um entsprechende Anschuldigungen zu widerlegen, bestätigte eine Sprecherin Al-Fayeds. Die Befragung sei nach weniger als einer halben Stunde beendet gewesen.

Geschäftmann Al-Fayed: Vorwurf der sexuellen Nötigung
DPA

Geschäftmann Al-Fayed: Vorwurf der sexuellen Nötigung

Zuvor hatten Medien unter Berufung auf die Polizei berichtet, dass es bei der Befragung um die angebliche Nötigung eines 15-jährigen Mädchens im vergangenen Mai ging.

Der 75-jährige Vater des verstorbenen Freundes von Prinzessin Diana, Dodi, bestritt dies jedoch vehement. Al-Fayed sei "zuversichtlich", dass er von der Beschuldigung freigesprochen würde, sagte seine Sprecherin.

Unter anderen hatten die Sender Sky News und BBC berichtet, ein 15-jähriges Mädchen habe Al-Fayed beschuldigt, sie bei einem Besuch in dem Kaufhaus genötigt zu haben.

Fayed ist der Vater von Dodi Fayed, dem Partner der verstorbenen Prinzessin Diana. Dieser war zusammen mit Diana im August 1997 bei einem Autounfall in Paris getötet worden. Fayed senior hatte jahrelang darauf beharrt, dass der Unfall Teil einer Verschwörung gewesen sei. So habe verhindert werden sollen, dass die Ex-Frau des britischen Thronfolgers Charles einen Muslim heiratete.

Mohammed Al-Fayed hatte im Vereinigten Königreich immer wieder für Schlagzeilen gesorgt. Zuletzt war der schillernde Geschäftsmann mehrmals bei der Untersuchung von Dianas und Dodis Tod vor Gericht aufgetreten.

han/dpa/AFP



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