Vergewaltigungsvorwürfe gegen Filmproduzent Weinstein verlässt auch Aufsichtsrat seiner Firma

Seinen Posten als Vorstandschef war er schon los, nun sitzt Filmproduzent Harvey Weinstein auch nicht mehr im Aufsichtsrat seiner Firma. Der 65-Jährige, ist zurückgetreten, kurz nach Bekanntwerden neuer Vorwürfe.

Harvey Weinstein
AP

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Harvey Weinstein ist aus dem Aufsichtsrat seiner eigenen Produktionsfirma zurückgetreten. Das bestätigte die Firma in einer Presseerklärung. Weinstein hatte "The Weinstein Company" 2005 gemeinsam mit seinem Bruder Bob gegründet. Damit reagierte der 65-Jährige offenbar auf Vergewaltigungs- und Belästigungsvorwürfe zahlreicher Schauspielerinnen und Models, die von amerikanischen und britischen Medien veröffentlicht wurden und werden.

Weinstein war am 8. Oktober aus dem Vorstand der Firma entlassen worden, blieb aber zunächst weiter Teil des Aufsichtsrats. Als Begründung wurden damals "neue Informationen über das Fehlverhalten" Weinsteins angegeben, die in den vergangenen Tagen aufgetaucht seien. Weinstein bestreitet, Frauen sexuell belästigt oder vergewaltigt zu haben.

Das Unternehmen plant nun eine Zukunft ohne seinen Gründer. Am Montag sagte Weinstein noch, er befinde sich in Gesprächen über den Verkauf seiner Anteile.

"The Weinstein Company" zählt zu den einflussreichsten Produktionsfirmen Hollywoods. Oscar-prämierte Filme wie "The King's Speech" und "Silver Linings" zählen zu den wichtigsten Produktionen des Unternehmens.

bam



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