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Helene Fischer und Florian Silbereisen: Freunde wollen sie bleiben

Foto: Dagmar Scherf/ face to face

Helene Fischer und Florian Silbereisen getrennt Die fünf Phasen der Schlagertrauer

Kann es wahr sein? Darf es wahr sein? Helene Fischer und Florian Silbereisen, getrennt, nach eigenem Bekunden schon einige Zeit. Wie soll man damit umgehen? Eine Anleitung in fünf Schritten.

Helene Fischer und Florian Silbereisen haben sich also getrennt. Wer ein Interesse für Schlagermusik und Schunkelfernsehen hat, der muss eine solche Nachricht erst einmal verkraften. Der Schock sitzt womöglich tief.

Als kleine Handreichung für Enttäuschte und Erschütterte sollen hier die berühmten "fünf Phasen" der Sterbeforscherin Elisabeth Kübler-Ross dienen.

1. Nicht-Wahrhaben-Wollen

Fischer und Silbereisen, das ist eine Sache für die Ewigkeit. Sang sie nicht in diesem einen Lied, sie wolle mit ihrem Florian "atemlos durch die Nacht"? Na also. Und hat er sich nicht das Gesicht seiner großen Liebe auf den Oberarm tätowieren lassen? Eben.

Die verlogene Journaille schreibt, wie man hört, gerne mal so allerhand. Warten wir lieber mal ab, schauen in die "Bild" - oh. Dann halt die "Bunte" - oha. Vielleicht hat ja die "InTouch"...verdammt.

Außerdem gibt es offizielle "Statements"  der beiden Beteiligten, quasi eidesstattliche Versicherungen . Leugnen zwecklos.

2. Zorn

Ja, ist denn auf überhaupt gar nichts mehr Verlass? Gar nichts mehr heilig? Erst Boris und Lilly, jetzt Florian und Helene? Sollte es denn nicht der "Lebenstraum" sein? Mit dem Wind? Bis ein neuer Tag erwacht?

Wer trägt überhaupt die Schuld? Dieser Hallodri von Tänzer, klar, hat der Helene bei den Proben schöne Augen gemacht. Und die Öffentlich-Rechtlichen, weil der Florian derweil in den Aufzeichnungen für "Das Schlagerfest der Schlagerfreunde" steckte. Und natürlich die verlogene Journaille. Da wühlen die Reporter im Müll. Springen beim Joggen hinterm Baum hervor.

Wie soll denn die Liebe gedeihen, wenn auf Schritt und Tritt das kalte Auge der Öffentlichkeit nach der "verräterischen Wölbung" eines "Babybäuchleins" Ausschau hält? Ausgerechnet vor Weihnachten, dem Fest der Liebe. Und jetzt? Die Königskinder des deutschen Showgeschäfts, zerbrochen unter dem Druck des Publikums.

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Helene Fischer und Florian Silbereisen: Freunde wollen sie bleiben

Foto: Dagmar Scherf/ face to face

3. Verhandeln

Nun gut, ganz ruhig jetzt. Mehr Achtsamkeit! Noch ist die letzte Messe nicht gelesen. Lesen wir lieber das Statement von Helene . Da steht, sie gingen nun "als Freunde neue Wege". Als Freunde, wohlgemerkt! Auch steht noch eine gemeinsame Frühlings-, Oster- oder Sommershow an! Wäre doch gelacht, wenn's dabei nicht funken und die alten Gefühle wieder hochkommen würden! Kommt ja immer alles wieder hoch.

Ferner schreibt Helene davon, wie bedeutend und berührend es für sie sei, erleben zu dürfen, "mit welcher Größe" Florian mit dem neuen Mann in ihrem Leben umgehe. Nach dieser Größe, jede Wette, wird sie sich noch umschauen, wenn erst einmal dieser Tunichtgut zu Hause auf dem Sofa hockt und nicht mehr den Bauch einzieht.

Haben nicht auch Elizabeth Taylor und Richard Burton, sozusagen die Helene Fischer und der Florian Silbereisen der Sechzigerjahre, mehrmals geheiratet? Haben sie. Der Clou: Helene und Florian waren nie verheiratet! Was nicht ist, wird noch. Wenn ein neuer Tag erwacht!

4. Depression

Schluss mit der Augenwischerei. Es war alles nur Show. Und Geschäft. Showgeschäft eben. Die ganze Beziehung ein einziger Merger zweier beliebter Marken, wie eine Fusion aus Haribo und Langnese. Da war nie was.

Weil eben nie etwas ist und nicht bestehen kann, was gut war. Alle Lust will Ewigkeit, schon klar, und ist doch auf Sand gebaut. Wir alle sollten uns in unserem Alltag fragen: Lauert im toten Winkel meiner Beziehung auch ein verführerisches Sixpack? Womöglich. Wieviel PR tut der Beziehung gut? Möglichst wenig. Hilft aber auch alles nichts. Arbeit und Stress schmirgeln noch die solideste aller Beziehungen zu Staub.

5. Zustimmung (und Respekt)

Wenn diese Beziehung ein PR-Gag war, dann war er mit zehn Jahren erstens sehr lange lustig. Zweitens gab es verdächtig wenig PR und Cross-Promotion. Kein Haribolangnese-Eis, kein süßes Silberfischchen sowieso, höchstens mal wechselseitige Gastauftritte. Und da war es immer, als würde die Frau oder der Mann mal kurz im Büro vorbeischauen.

Über zehn Jahre hinweg hat die Fischer-Silbereisen AG als "Hidden Champion" vor allem das Produkt "heile Welt" in der sublimierten Vintage-Variante produziert und in viele kleine Welten geliefert. Über zehn Jahre ist es den Beteiligten gelungen, der Öffentlichkeit, von der sie leben, den inneren Kern ihrer Beziehung zu entziehen. Das war ihr eigentliches Meisterstück in Sachen professioneller Disziplin und Vernunft.

Entsprechend abgeklärt gestalteten Fischer und Silbereisen nun das Aus dieser Beziehung. Mit einer Frau, die vom üblichen Bild abrückt und etwas will. Mit einem Mann, der vom üblichen Bild abrückt und gönnt.

Ein weiterer Wechselfall des Lebens, präsentiert als komplett genrekonform durchkomponierter Schlager. So einfach, so glatt, so herzig. Und, Hand aufs Herzerl, so irrelevant.

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