Herbert Grönemeyer über Hochzeit "Ich bin ein Wildromantiker"

Herbert Grönemeyer schweigt normalerweise über sein Familienleben. In einem Interview hat er nun eine Ausnahme gemacht und erzählt, warum ihm die Ehe wichtig ist und er ein zweites Mal heiratete.

DPA

Eigentlich hält sich Herbert Grönemeyer mit Details zu seinem Privatleben eher zurück. Eigentlich. In einer Radiosendung hat der Sänger nun erzählt, warum es ihm wichtig war, erneut zu heiraten.

Dabei haben offenbar auch sein Glaube und seine Eltern eine Rolle gespielt. "Ich bin ein alter Protestant, mein Vater und meine Mutter hatten eine sehr stabile Ehe", sagte der 62-Jährige beim österreichischen Radiosender Ö3. Sich zu jemandem zu bekennen, könne viele Kräfte freimachen und habe auch mit Haltung zu tun.

"Ich bin ein Wildromantiker", sagte Grönemeyer im Interview - ohne seine Beschreibung näher zu erklären. Die Hochzeit sei ein schönes Fest gewesen. "Es war dufte." Auch für seine Kinder sei es "okay und schön", dass ihr Vater wieder geheiratet und eine Frau an seiner Seite habe, sagte der Sänger. "Das hat ja mit der Person zu tun."

Grönemeyers erste Frau starb vor 20 Jahren an einer Krebserkrankung. Einen inneren Konflikt habe er wegen seiner erneuten Heirat nicht verspürt, sagte er. "Wenn ich zuerst gegangen wäre, hätte ich gewollt, dass meine Frau wieder glücklich wird." Für ihn heiße Trauern, jemanden in Ehren zu halten. Parallel könne man aber versuchen, sich "das Glück zurechtzubasteln".

Auf das Alter seiner Frau angesprochen, sagte der Sänger, dass sie "an die 40" sei. Der Altersunterschied stört das Paar offenbar nicht: "Sie sieht besser aus als ich. Ansonsten ist das Alter unwesentlich, es hat sich einfach so ergeben."

Trotz dieser kleinen Einblicke betonte der Sänger, wie wichtig ihm seine Privatsphäre sei. "Wir sind froh, dass wir auch ein Privatleben haben. Das ist mit meiner Frau so und auch mit meinen Kindern", sagte Grönemeyer. "Wir machen die Tür für Boulevardmedien nicht auf." ("Aufgescheucht und nervös, sind wir Deutschen leichtes Futter" - hier lesen Sie Herbert Grönemeyer im SPIEGEL-Gespräch)

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