Medienbericht der »Times« Herzogin Meghan bestreitet Mobbingvorwürfe

Während ihrer Zeit im Kensington Palace soll Herzogin Meghan Mitarbeiterinnen massiv unter Druck gesetzt und gedemütigt haben. Ihre Anwälte vermuten hinter den Vorwürfen ein Ablenkungsmanöver des Palastes.
Herzogin Meghan (Archivbild)

Herzogin Meghan (Archivbild)

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Getty Images

Ihren Rückzug aus der ersten Reihe des britischen Königshauses gaben Herzogin Meghan und Prinz Harry vor mehr als einem Jahr bekannt . Die royale Zeit verfolgt das Paar indes noch immer. Zuletzt klagte Meghan wegen der Veröffentlichung privater Briefe erfolgreich gegen eine britische Boulevardzeitung.

Doch nun droht der Herzogin nach einem Bericht der »Times« Ärger. Wie das Blatt berichtet, soll im Oktober 2018, nicht lange nach der Hochzeit des Paares, innerhalb des Palastes eine Beschwerde gegen Meghan eingereicht worden sein.

Darin soll es um zwei persönliche Assistentinnen Meghans gehen. Sie werfen ihr demnach vor, hohen Druck aufgebaut zu haben. Die Rede ist von Demütigungen und Tränen. Die beiden hätten ihre Stellen deshalb aufgegeben. Die »Times« beruft sich dabei auch auf interne E-Mails.

Anwälte weisen Vorwürfe zurück

Sie sei »traurig über diesen jüngsten Angriff auf ihre Person, besonders als jemand, der selbst Mobbing erlebt hat«, ließ Meghan nach den Vorwürfen über einen Sprecher mitteilen. Wann und in welchem Zusammenhang Meghan selbst Opfer von Mobbing geworden sein soll, blieb jedoch offen.

Die Anwälte von Meghan und Harry warfen der »Times« zudem vor, vom Buckingham-Palast »benutzt worden zu sein«. Es handle sich um eine »kalkulierte Schmutzkampagne«, beruhend »auf irreführender und schädlicher Falschinformation«.

Königshaus zeigt sich »sehr besorgt«

Der Buckingham-Palast teilte am Mittwochabend mit, die Personalabteilung werde die Vorwürfe untersuchen. Man sei »sehr besorgt« über die in dem »Times«-Artikel erhobenen Vorwürfe. Die involvierten Angestellten, auch frühere, sollten dabei eingebunden werden. Das Königshaus werde Mobbing oder Belästigung am Arbeitsplatz nicht tolerieren, hieß es in einem schriftlichen Statement.

Die Juristen des Paares sehen in den »verzerrten, einige Jahre alten« Anschuldigungen offenbar ein Ablenkungsmanöver des Königshauses. Es sei kein Zufall, dass die Vorwürfe aufkämen, kurz bevor Meghan und Harry in einem Interview »offen und ehrlich über ihre Erfahrungen der vergangenen Jahre« sprechen wollten.

Das Paar hatte zuletzt Ausschnitte des Gesprächs mit der US-Talkerin Oprah Winfrey veröffentlicht. Darin geht es offenkundig auch um die Entscheidung der beiden, sich vollständig von den Pflichten als Mitglieder des britischen Königshauses zurückzuziehen. »Es war unglaublich hart für uns beide, aber wenigstens hatten wir uns«, sagte Harry.

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Talkmasterin Winfrey bewarb das Interview mit den Worten: »Sie haben ein paar ganz schön schockierende Sachen gesagt hier.« Worauf sich die Aussagen bezogen, ging aus den Vorankündigungen nicht hervor. Die Sendung soll erst am 7. März (Ortszeit) im US-Fernsehen ausgestrahlt werden.

fek/dpa