Kalifornien Herzogin Meghan und Prinz Harry verklagen Paparazzi, um Sohn zu schützen

Mit Drohnen soll ihr Sohn Archie im Garten abgelichtet worden sein: Herzogin Meghan und Prinz Harry gehen in ihrer neuen Heimat Kalifornien gegen Fotografen vor.
Seit einigen Monaten leben Herzogin Meghan und Prinz Harry mit Archie in Los Angeles

Seit einigen Monaten leben Herzogin Meghan und Prinz Harry mit Archie in Los Angeles

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Chris Jackson/ dpa

Vor einigen Monaten zogen Herzogin Meghan und Prinz Harry mit ihrem Sohn Archie nach Kalifornien. Auch in der neuen Heimat kämpft das Paar weiter für den Schutz seiner Privatsphäre.

Die beiden haben bei einem Gericht in Los Angeles Klage eingereicht, weil sie sich auf ihrem Anwesen von Paparazzi belästigt fühlen. Das teilte ihr Anwalt Michael Kump mit. Fotografen hätten unter anderem teils mit Drohnen ihren einjährigen Sohn Archie im Garten abgelichtet.

"Jeder Mensch und jedes Familienmitglied in Kalifornien hat das Recht auf Privatsphäre im eigenen Haus", hieß es in der Mitteilung des Anwalts. "Keine Drohnen, keine Hubschrauber oder Teleobjektive können dieses Recht nehmen. Der Herzog und die Herzogin von Sussex reichen diese Klage ein, um das Recht ihres jungen Sohnes auf Privatsphäre in ihrem Haus ohne das Eindringen von Fotografen zu schützen und diejenigen, die von diesen illegalen Aktionen profitieren wollen, aufzudecken und zu stoppen."

Das Paar hatte im Januar angekündigt, sich von seinen royalen Aufgaben teils zurückzuziehen und finanziell unabhängig zu werden. Später einigten sich die beiden mit dem Königshaus jedoch auf einen klaren Bruch. Königin Elizabeth II. will nächstes Jahr die vereinbarten Regelungen überprüfen lassen.

Schon in Großbritannien galt das Verhältnis des Paares zu Fotografen und Boulevardmedien als angespannt. Derzeit läuft unter anderem eine Klage gegen die "Mail on Sunday", in der es um einen Brief Meghans an ihren Vater geht, den das Blatt in Auszügen veröffentlicht hatte. Die Herzogin fühlt sich dadurch in ihren Persönlichkeitsrechten verletzt. Meghans Vater hatte den Brief nach eigenen Angaben selbst an die Boulevardzeitung weitergegeben, weil er sich durch das Interview von Freundinnen seiner Tochter im "People Magazine" in ein schlechtes Licht gerückt fühlte.

Meghan hatte im Zusammenhang mit dem Prozess zuletzt auch das britische Königshaus kritisiert. Sie beklagte fehlende Rückendeckung durch die Royals angesichts "falscher und schädigender" Medienberichte während ihrer Schwangerschaft. Die "königliche Institution" habe sie nicht vor den Anschuldigungen geschützt und es sei ihr auch "verboten" worden, "sich zu verteidigen", heißt es in Gerichtsdokumenten.

sen/dpa/Reuters/AP
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