Veröffentlichung von privatem Brief Herzogin Meghan verklagt "Mail on Sunday"

"Ich war zu lange stiller Zeuge ihres privaten Leidens": Prinz Harry und seine Ehefrau Meghan gehen gegen die "Mail on Sunday" vor. In einer Erklärung prangert er die Klatschzeitung an - und erinnert an seine verstorbene Mutter.

Herzogin Meghan: Opfer "falscher und absichtlich abfälliger Geschichten"
DPA/Mark Large

Herzogin Meghan: Opfer "falscher und absichtlich abfälliger Geschichten"


Herzogin Meghan hat ein Gerichtsverfahren gegen die britische Zeitung "Mail on Sunday" eingeleitet. Hintergrund ist die Veröffentlichung eines privaten Briefes. Dies sei "rechtswidrig" und Teil einer "Kampagne dieser Mediengruppe, falsche und absichtlich abfällige Geschichten über sie und ihren Mann zu veröffentlichen", erklärte die zuständige Anwaltskanzlei Schillings.

Wegen der Verletzung der Privatsphäre und des Urheberrechts habe man deshalb ein Verfahren gegen die Zeitung und den Mutterkonzern Associated Newspapers eingeleitet, teilte die Kanzlei mit.

Meghan und ihr Ehemann Prinz Harry kommen eigenen Angaben zufolge selbst für die Kosten des Verfahrens auf. Mögliche Schadensersatzzahlungen wollen sie demnach an eine Wohltätigkeitsorganisation spenden, die sich für den Kampf gegen Mobbing einsetzt.

"Es zerstört Menschen und es zerstört Leben"

Prinz Harry erklärte, seine Frau sei "leider eines der jüngsten Opfer einer britischen Boulevardpresse geworden, die Kampagnen gegen Einzelne ohne Rücksicht auf Konsequenzen fährt". Er sprach von einer "rücksichtslosen Kampagne, die im vergangenen Jahr eskaliert sei" - während Meghans Schwangerschaft und während der ersten Monate mit ihrem neugeborenen Sohn.

"Ich war zu lange stiller Zeuge ihres privaten Leidens", schreibt Harry. Aber: "Sich zurückzuhalten und nichts zu tun, würde allem widersprechen, woran wir glauben." Es gebe einen Punkt, an dem man nichts anderes tun könne, als sich gegen dieses Verhalten der Medien zu wehren, "denn es zerstört Menschen und es zerstört Leben".

Es sei seine größte Angst, dass sich die Geschichte wiederhole. Er habe gesehen, was passiere, wenn jemand, den er liebe, nicht mehr wie ein normaler Mensch behandelt werde. "Ich habe meine Mutter verloren und jetzt sehe ich, wie meine Frau denselben Mächten zum Opfer fällt." 1997 starb Harrys Mutter, Prinzessin Diana, bei einem Autounfall in Paris, nachdem sie von Fotografen durch die Straßen verfolgt worden war.

Am Mittwoch endet die Afrikareise von Meghan und Harry

Prinz Harry und Meghan waren die vergangenen Tage mit ihrem Sohn Archie im südlichen Afrika unterwegs. Am Mittwoch fliegen sie von Johannesburg aus zurück nach London.

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Harry und Meghan zeigen ihren Sohn: Hallo, Baby Archie!

Zum Abschluss der zehntägigen Reise hatte sich Meghan in Johannesburg erneut für mehr Frauenrechte eingesetzt. Wenn eine Frau Macht habe, ändere das "absolut alles" in einer Gemeinschaft, sagte sie am Dienstag im Gespräch mit Akademikern und Studenten der dortigen Universität.

flg/aar/Reuters



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