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Herzögin von Alba: Nehmt die Paläste und schweiget

Foto: Carlos Alvarez/ Getty Images

Herzogin von Alba Paläste sollen Kinder milde stimmen

Die Herzogin von Alba ist eine der reichsten Frauen Spaniens, doch etwas fehlt ihr noch zu ihrem Glück: Die Heirat mit ihrem rund 25 Jahre jüngeren Freund. Ihre Kinder sind gegen die Ehe, sie wittern Gier hinter den Avancen des Beamten. Nun entschied sich ihre Mutter für einen drastischen Schritt.

Hamburg - Es geht um Irrungen und Wirrungen, wie sie sich Theodor Fontane kaum besser hätte ausdenken können: Sie, steinreich und adelig, begehrt ihn, vergleichsweise bescheiden lebend, bürgerlich. Die Rede ist von Cayetana Fitz-James Stuart, auch bekannt als Herzogin von Alba, und Alfonso Díez-Carabantes, Beamter, besser bekannt als der Zukünftige der Herzogin.

Sie ist 85 Jahre alt, zweimal verwitwet und eine der reichsten Frauen Spaniens: Burgen und Paläste sind ebenso in ihrem Besitz, wie Kunst der spanischen Großmeister Goya und Velázquez. Sie trägt so viele Titel, wie sonst kein Mensch auf Erden, glaubt man dem Guinness Buch der Rekorde. Ihre qua Adelsgeschlecht verliehenen Privilegien beinhalten, nicht vor dem Papst niederknien zu müssen und in die Kathedrale von Sevilla reiten zu dürfen.

Er ist 60, könnte also ihr Sohn sein, arbeitet für die spanische Sozialversicherung und betreibt nebenbei eine PR-Agentur. Die beiden sind seit Jahren eng befreundet, ähnlich lange halten sich Gerüchte, eine Hochzeit stehe bevor. Wo die Liebe hinfällt, könnte man nun sagen. Ohnehin wäre es im Fall der Herzögin von Alba eher ungewöhnlich, wenn sie einen gleichaltrigen, reichen, Adligen auserwählte: Ihr zweiter Mann war ein ehemaliger Jesuitenpater.

Doch die sechs Kinder der Herzogin sehen die Liaison weniger entspannt. Laut den Berichten spanischer Zeitungen witterten sie hinter den Avancen von Díez Gier nach den Besitztümern ihrer Mutter. Die Herzogin hatte Anfang des Jahres versichert, alles was ihr Alfonso wolle, "bin ich". Ihr Zukünftiger habe sogar ein Dokument unterschrieben, in dem er verspreche, keinen Anspruch auf das Vermögen der Herzogin zu erheben.

Doch all das zog wohl nicht so recht: Cayetana Fitz-James Stuart entschied sich nun zu einem drastischen Schritt. Sie wolle ihren Kindern und Enkeln das Erbe schon jetzt geben, berichtete die spanische Zeitung "El País". Das könnte die Kinder milde stimmen: Das Vermögen der Herzogin wird auf einen Wert von 600 Millionen bis 3,5 Milliarden Euro geschätzt.

Zwar wird ein großer Teil davon von einer Stiftung verwaltet, eine Veräußerung ist nicht möglich. Doch wird ihr ältester Sohn Carlos laut "El País" je einen Palast in Madrid und in Salamanca sein Eigen nennen dürfen. Und für die anderen fünf Kinder und acht Enkel wird sicher auch genug übrig bleiben.

bim
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