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Hideaki Anno Herr der bösen Engel

aus DER SPIEGEL 33/2021

Der japanische Regisseur Hideaki Anno, 61, wird von manchen seiner Fans verehrt wie ein Gott – auch deshalb, weil er in seinen Zeichentrickfilmen eine ganz eigene Zukunftsvision entwickelt hat. Er zeigt eine Welt, die von bösen Engeln bedroht wird und nur von Mensch-Maschine-Wesen gerettet werden kann, die »Evangelions« oder kurz »Evas« heißen. Annos düstere Fantasien sind so populär, dass mittlerweile sogar ein Asteroid nach dem Regisseur benannt wurde. Nun setzt er sein multimediales Epos fort, das er 1995 mit einer 26-teiligen TV-Serie begann und in mehreren Spielfilmen weiterspann. »Evangelion: 3.0 + 1.0: Thrice Upon a Time« heißt der neueste Teil der Reihe, der nun weltweit auf dem Streamingdienst Amazon Prime zu sehen ist. Er wolle nicht, dass die Zuschauer in seinen Werken den Sinn für die Realität verlieren, betonte Anno in einem Interview mit der »New York Times«. Vielmehr versuche er, die Menschen dazu zu bringen, ihr Leben so zu führen, wie sie selbst es für richtig halten.

lob
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