Hilfsbereit DiCaprio und Winslet spenden für verarmte "Titanic"-Überlebende

Großzügige Spende an die letzte noch lebende "Titanic"-Passagierin: Weil sie ihre monatlichen Rechnungen nicht mehr bezahlen kann, greifen die Schauspieler Leonardo DiCaprio und Kate Winslet der 98-jährigen Millvina Dean jetzt finanziell unter die Arme.


Sie verdienten gut am Untergang der "Titanic": In James Camerons Verfilmung der Schiffskatastrophe glänzten Leonardo DiCaprio und Kate Winslet 1997 in den Hauptrollen und erlangten Weltruhm. Der Streifen spielte rund 1,8 Milliarden Dollar ein, gewann elf Oscars und gilt als einer der erfolgreichsten der Filmgeschichte.

Jetzt greift das berühmte Leinwand-Liebespaar der letzten Überlebenden des Unglücks finanziell unter die Arme. Millvina Dean war gerade einmal neun Wochen alt, als sie 1912 an Bord des Luxusliners "Titanic" kam, der auf seiner Jungfernfahrt im Nordatlantik sank. Heute lebt sie in einem Altenheim in Southhampton und kann ihre Rechnungen nicht mehr bezahlen.

Rund 3300 Euro muss die alte Dame laut BBC News monatlich für ihren Lebensunterhalt aufbringen. Verzweifelt hatte sie in der Vergangenheit versucht, ihr Budget mit dem Verkauf von persönlichen Gegenständen und Autogrammen aufzubessern, um nicht ihr Zimmer in einem Altenheim in Southampton zu verlieren.

Der Fotograf einer irischen Zeitung startete daraufhin einen Aufruf zur Unterstützung der alten Frau, von dem auch die "Titanic"-Darsteller erfuhren. Zusammen mit Regisseur Cameron spendeten sie daraufhin 22.000 Euro, damit Dean weiterhin in dem Heim leben kann. Im nordirischen Belfast gründeten DiCaprio und Winslet den "Millvina Fond" und erklärten in einer Stellungnahme, sie hofften, Dean sei nun ruhiger, weil sie wisse, dass ihre Zukunft sicher sei.

Das Passagierschiff der britischen Reederei White Star Line galt bei Fertigstellung als das größte der Welt und wurde von vielen als "unsinkbar" gepriesen. Auf seiner Jungfernfahrt am 14. April 1912 kollidierte es mit einem Eisberg und sank knapp drei Stunden später im Nordatlantik. Weil zu wenige Rettungsboote an Bord waren, starben mindestens 1490 der mehr als 2200 an Bord befindlichen Passagiere.

ala/ddp



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