Britischer Flugzeugträger HMS Queen Elizabeth Die Queen besucht die Queen

Bevor der neue Stolz der britischen Marine Richtung Asien in See sticht, stattet die britische Königin dem Riesenschiff einen Besuch ab. Der Flugzeugträger soll Großbritanniens Interessen in der Region wahren.
Queen Elizabeth II. auf dem neuen britischen Flugzeugträger, der ähnlich heißt wie sie

Queen Elizabeth II. auf dem neuen britischen Flugzeugträger, der ähnlich heißt wie sie

Foto: WPA Pool / Getty Images

Hoher Besuch vor der großen Fahrt: Die britische Königin Elizabeth II. (95) hat den neuen Flugzeugträger der britischen Kriegsflotte inspiziert. Kurz vor der Jungfernfahrt des Kriegsschiffes nach Ostasien wurde sie am Samstag im Hafen von Portsmouth von Kapitän Angus Essenhigh und Kommodore Stephen Moorhouse an Bord der »HMS Queen Elizabeth« willkommen geheißen.

Das Schiff sollte noch im Laufe des Samstags in See stechen und auf einer 28 Wochen langen Reise 40 Länder besuchen, darunter Indien, Japan und Südkorea. Die dabei zurückgelegte Strecke wird dabei 26.000 Seemeilen betragen, umgerechnet rund 48.000 Kilometer.

Die Uno-Vetomacht Großbritannien hatte zuletzt in ihrer neuen Außen- und Verteidigungsstrategie einen Schwenk nach Fernost angekündigt. Die Entsendung des Flottenverbands nach Asien gilt als Antwort auf den wachsenden Einfluss Chinas in der Region.

Die Queen auf dem Hangardeck der HMS Queen Elizabeth, für eine britische Königin ein eher ungewohnter Aufenthaltsort

Die Queen auf dem Hangardeck der HMS Queen Elizabeth, für eine britische Königin ein eher ungewohnter Aufenthaltsort

Foto: STEVE PARSONS / AFP

Bereits am Freitag hatte Premierminister Boris Johnson auf dem Flugzeugträger vorbeigeschaut. Dabei hatte er beteuert, die Reise des Schiffs sei keinesfalls als Konfrontation mit China angelegt. Es gehe vielmehr darum, internationales Seerecht durchzusetzen.

Bemerkenswert: Während das Social-Media-Team des Flugzeugträgers Johnsons Besuch pflichtschuldig über den Twitteraccount des Schiffs vermeldete, versäumte es bis zum Samstagnachmittag, vom Abschiedsbesuch der Queen zu berichten.

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Großbritannien hat sich den Bau des Schiffs drei Milliarden Pfund (rund 3,5 Milliarden Euro) kosten lassen. Bei der Fahrt sind 18 Kampfjets an Bord, acht F-35B Lightning II der britischen Streitkräfte sowie zehn Maschinen desselben Typs von den U.S. Marines. Ähnlich gemischt wie die Bestückung mit Kampfflugzeugen ist auch die Mannschaft, von den 1700 Mann Besatzung stammen 250 von den U.S. Marines.

Der Begleitverband besteht aus zwei Zerstörern, zwei Fregatten, einem U-Boot sowie zwei Versorgungsschiffen. Auf ihrem Weg nach Asien sollen noch ein U.S.-Zerstörer und eine niederländische Fregatte zu dem Verband stoßen.

mak/dpa
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