Hormonhengst Stallone gesteht Anabolika-Schmuggel

"Rocky"-Darsteller Sylvester Stallone macht reinen Tisch: Dass er beim Aufbau seiner erstaunlichen Muskelpakete seit Jahren mit diversen Mittelchen nachgeholfen hat, räumt er freimütig ein. Nun gab er vor Gericht zu, Wachstumshormone nach Australien eingeführt zu haben - das kann teuer werden.

Sydney - Stallone hat die illegale Einfuhr verbotener Wachstumshormone nach Australien zugegeben. Vor einem Gericht in Sydney trugen die Anwälte des Stars der "Rocky"- und "Rambo"-Filme heute ein Schuldgeständnis vor. Stallone selbst blieb dem Verhandlungstermin fern. Nach eigener Aussage hat er, wie von der Anklage geltend gemacht, 48 Ampullen des Muskelaufbaupräparats Jintropin importiert. Das Urteil soll am kommenden Montag verkündet werden.

Der Anklageschrift zufolge fand der australische Zoll am Flughafen von Sydney Mitte Februar bei dem einreisenden 60-Jährigen die illegale Hormonsubstanz, die nicht deklariert wurde. Darauf steht eine Höchststrafe von 110.000 australischen Dollar (67.500 Euro) sowie fünf Jahre Gefängnis. Da gegen Stallone jedoch nur vor einem Ortsgericht verhandelt wurde, war höchstens mit einer Geldstrafe von umgerechnet 13.000 Euro zu rechnen.

Dem Filmstar wurde es insbesondere angekreidet, dass er die Frage der Zollbeamten nach etwaigen Drogen in seinem Gepäck eindeutig mit Nein beantwortet haben soll. Ferner soll er drei Tage später vier Ampullen Testosteron aus dem Fenster geworfen haben, als Beamte sein Hotelzimmer in Sydney durchsuchen wollten.

Stallone hatte laut Zoll fünf Kästen mit dem verbotenen Hormonpräparat bei sich, als er mit seinem Privatjet in Sydney zu einer Promotion-Tour für seinen neuen Film "Rocky Balboa" eintraf. Als Stallone von den australischen Beamten aufgehalten wurde, sagte er zu Reportern: "Ich habe so etwas seit Jahren genommen - es ist nicht gefährlich."

ffr/AP/AFP

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