Hugh Hefner Von Orgien und Häschen-Partys im seidenen Morgenmantel

Das bewegte Leben von "Playboy"-Gründer Hugh Hefner soll verfilmt werden. Der Regisseur will dem Publikum weder die sexuellen Ausschweifungen des Potenz-Protzes noch dessen umstrittene Lebensform, den Harem, ersparen.


Los Angeles - "Hef wuchs in einem puritanischen Umfeld auf und erfand sich neu, um zum Gottvater der sexuellen Revolution zu werden", zitiert "Daily Variety" Regisseur Brett Ratner. Hefner habe zahlreiche Tabus gebrochen, vor allem was Sexualität angehe.

"Ich will alles zeigen, von den Kämpfen für den ersten Verfassungszusatz (der die Redefreiheit garantiert), über seine erste Orgie, bis hin zu dem Schlaganfall, der ihn in den achtziger Jahren fast umbrachte." Der Film mit dem Titel "Playboy" wird dem Bericht zufolge von Brian Grazer für Universal Pictures produziert werden.

1953 investierte Hefner 600 Dollar in die erste "Playboy"-Ausgabe, die ein aufklappbares Bild von Marilyn Monroe enthielt. Er legte damit den Grundstein für eines der erfolgreichsten Verlagsimperien der Geschichte. Neben erotischen Bildern veröffentlichte Hefner in seinem Magazin lange Artikel gegen die Zensur und setzte sich auch bei anderen Themen für die Meinungs- und Pressefreiheit ein.

Bis vor kurzem galt Hefner als Potenz-Protz - dank Viagra-Tabletten. "Ich bin immer noch aktiv", betonte der 81-Jährige. "Aber es ist anders." Offensichtlich in allen Lebenslagen: Heute spiele er mit seinen "Bunnys", wie er seine Gespielinnen nennt, lieber Domino.

jjc/Reuters



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