Hulk Hogan "Ich habe Hunderte Millionen Dollar verprasst"

Beim Geldausgeben war er offenbar genauso gut wie im Ring: Ex-Wrestlingstar Hulk Hogan hat für Autos, Häuser und Urlaube Millionen Dollar verplempert. Jetzt will er mit einer neuen TV-Show durchstarten - doch dem Projekt droht juristischer Ärger.

Getty Images

Clearwater - Das Kopftuch. Der mächtige Walrossbart. Die aufgepumpten Muskeln, dazu eine vermutlich nicht mehr ganz gesunde Bräune: Hulk Hogan ist eine Wrestling-Ikone und angesichts seines Alters von 58 Jahren so etwas wie der Franz Beckenbauer der Branche. Wer wie Hogan seit Jahrzehnten zum Kern des Unterhaltungs-Business mit den gespielten Kämpfen gehört, hat gut verdient. Offenbar hat Terry Bollea, wie Hogan mit bürgerlichem Namen heißt, aber niemand beigebracht, wie er sein Geld verwalten soll.

In der TV-Show "Good Morning America" sprach Hogan nun über seine finanziellen Eskapaden. Dabei gab er zu, die Millionen schneller ausgegeben zu haben, als er sie einnahm. "Häuser wurden gekauft, Autos wurden gekauft - und Urlaube für Familienmitglieder", sagte Hogan. Er habe "Hunderte Millionen Dollar" verprasst, so die Wrestling-Ikone.

Derzeit wohne er in einem gemieteten Haus, lebe aber "im Überfluss". "Ich bin glücklich… und dankbar", sagte er. Erst vor wenigen Tagen hatte er den Preis seines Anwesens in Florida um mehrere Millionen Dollar auf 8,85 Millionen reduziert, um einen Käufer zu finden. 2006 wollte er noch 25 Millionen haben. Hogan hatte in dem Haus mit seiner Ehefrau Linda und seinen Kindern Nick und Brooke gewohnt. 2007 wurde das Paar geschieden. Das Anwesen war auch Schauplatz der Reality-Serie "Hogan Knows Best".

Der "Hulkster" hat nun neue Pläne - eine Wrestlingshow mit kleinwüchsigen Menschen. Doch "Hulk Hogan's Micro Championship Wrestling" ("MCW") droht Ärger. Der Wrestling-Unternehmer Steve Richardson - Künstlername "Puppet the Psycho Dwarf" (zu Deutsch: Puppe, der verrückte Zwerg) - wirft Hogan vor, seine Ideen zu klauen. "Seine Wrestler sind die Leute, die ich gefeuert habe", zitiert die "Daily Mail" Richardson. Er denke über eine Klage wegen Urheberrechtsverletzung nach.

"MCW"-Besitzer Johnny Greene gab sich gelassen. Man selbst habe die Idee zuerst gehabt; Richardson sei nur als Erster zu TV-Sendern gegangen und beim Publikum durchgefallen. Nun wolle er beim erfolgreicheren Hogan-Produkt mit aufspringen.

ulz



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