Ice Cube "Ich werde nie einen Mothafucka wie Trump unterstützen"

Rapper Ice Cube kritisierte Hillary Clinton in einem Interview. Das Wahlkampfteam von Donald Trump freute sich und beanspruchte den Musiker für sich - sehr zu dessen Ärger.

AFP

Austeilen beherrscht Ice Cube seit seiner Jugend in Los Angeles' Problembezirk South Central wie kein Zweiter. Bereits als Mitglied der legendären Rapcombo N.W.A. geizte der Musiker nicht mit brachialen Breitseiten gegen Polizei und saturierte Würdenträger.

"Fuck tha Police", stimmten die "Niggaz Wit Attitude" an - und wurden kurzerhand vom FBI zu Staatsfeinden erklärt. Nun hat der 47-Jährige, der mit bürgerlichem Namen O'Shea Jackson heißt, einen neuen Hassgegner, an dem er sich abarbeiten kann - Donald Trump.

Das Wahlkampfteam des US-Milliardärs, der sich in diesem Jahr als Kandidat für das Präsidentenamt in Stellung gebracht hat, versuchte den Rapper für die Kampagne Trumps zu instrumentalisieren.

Nachdem Ice Cube in einem Interview gegen die demokratische Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton gewettert hatte, verbreitete das Team Trump ein Video, in dem der Rapper kurzerhand zum Trump-Freund erklärt wurde. Ein Affront für den ehemaligen Mann von der Straße und jetzigen Musikmillionär.

"Ich werde nie einen Mothafucka wie Donald Trump unterstützen! Niemals!!!", schrieb Ice Cube wutentbrannt auf Twitter. Einen Tag später legte er nach. Über die Bildmontage, die ihn mit Trump-Shirt und einem Pro-Trump-Banner zeigte, ätzte er: "Du wirst nicht Präsident der Vereinigten Staaten, indem du dir Unterstützung klaust, Homie. Nimm meinen Namen nicht in den Mund..."

Vielleicht sollte sich Trump noch mal die ein oder andere alte Platte von N.W.A. anhören. Schon 1988 schrieb Ice Cube den Song "I Ain't tha 1", der Titel scheint heute aktueller denn je. Darin rappt der Musiker: "Ich bin nicht der Typ, mit dem du rumspringen kannst, wie du willst."

cnn

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insgesamt 23 Beiträge
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letitbe 30.08.2016
1. Trump
Da treffen zwei Vollpfosten aufeinander! Wenig Hirn und viel Panzer, daran sind schon die Dinos ausgestorben!
kittiwake 30.08.2016
2.
Unverblümt lol
KaroXXL 30.08.2016
3. Und die Clinton-Kritik?
Wiedermal nicht erwähnt. Die Serie geht weiter. Wen wunderts auch...
Holztransistor 30.08.2016
4.
Schon erstaunlich wie oft man negative Artikel über Trump in unseren Medien sieht. Dabei müssen die Amerikaner wählen, nicht wir. Die Frage derzeit auch: Wer würde eher den dritten Weltkrieg vom Zaun brechen, Trump oder Clinton? Ich persönlich tendiere zu Clinton. Wenn man ihr Interview zu Gadaffi gesehen hat, in dem sie den Spruch "We came, we saw, he died." ("Wir kamen, wir sahen, er starb.") von sich gab und sich dazu noch geradezu diabolisch freute. Hinzu kommen ihre geleakten E-Mails zu Libyen. In diesen wird der wahre Grund für den Krieg dort klar.
münchen1975 30.08.2016
5. Qual der Wahl
Paßt zu dem, was Umfragen ergeben haben, nämlich daß eine Mehrheit der Amerikaner sich eigentlich weder für den Rüpel Trump noch für Clinton als Vertreterin des abgehobenen Establishments begeistern kann. Aber es stehen halt nur diese beiden zur Wahl.
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