Idris Elba zu Diskussion über James Bond "Da bist du wirklich entmutigt"

Immer wieder gab es Gerüchte, Idris Elba werde der nächste James Bond. Nun hat der britische Schauspieler gesagt, dass die Diskussion nicht immer leicht gewesen sei.

ANGELA WEISS/ AFP

Wann genau die Spekulationen begonnen haben, ist im Nachhinein schwer zu rekonstruieren. Vielleicht 2015, als Pierce Brosnan in einem Interview sagte, der Spion im Dienste ihrer Majestät könnte bald auch "von einem großartigen schwarzen Schauspieler" verkörpert werden. Oder 2018 als der Hollywood Reporter eine Umfrage veröffentlichte, der zufolge 63 Prozent der Amerikaner einen ganz bestimmten Briten als James Bond wollen: Idris Elba.

Natürlich war es auch Elba selbst. Er twitterte im August 2018: "Mein Name ist Elba, Idris Elba". Außerdem veröffentlichte er im Januar ein Selfie mit Daniel Craig, dem aktuellen Bond-Darsteller.

Bei seinen Einlassungen wurde deutlich: Elba selbst nimmt die Gerüchte nicht ganz ernst. Dennoch hatte die Debatte auch eine unangenehme Seite, wie der Schauspieler nun in einem Interview mit "Vanity Fair" erzählt hat. Manche Leute hätten gesagt, er könne die Rolle nicht übernehmen. "Und dann kommt heraus, der Grund dafür ist meine Hautfarbe", sagte Elba. "Da bist du wirklich entmutigt."

Doch laut dem Bericht wurde Elba gar nicht gefragt, ob er die Rolle wolle. Dennoch sagte Elba: "Klar, wenn jemand sagen würde: 'Willst du James Bond spielen?' würde ich Ja sagen." Das sei faszinierend, Bond sei ein ikonischer Charakter. Dennoch habe er es nie darauf angelegt, der erste schwarze Bond zu sein.

jpz

insgesamt 77 Beiträge
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scooby11568 27.06.2019
1. Hätte er sich mal lieber Roland gespart...
Bei Bond ist es mir wurscht...
bfhoffmann 27.06.2019
2. Warum nicht. Aber nicht Elba.
Wenn die Story gut gemacht ist und der zeitliche Kontext passt wäre das sicher spannend. Aber es gibt andere schwarze Briten die Bond als Typen eher verkörpern als Idris Elba. Ich denke da an Chiwetel Ejiofor, Ricky Whittle oder Lucien Laviscount. Elba wäre eher ein Kandidat für einen schwarzen Felix Leiter. Er ist zu gross und zu massiv für James Bond. Solange das Drehbuch deutlich besser ist als z.B. das grottenschlechte Ghostbusters Remake ...
quark2@mailinator.com 27.06.2019
3.
Wie soll dieser Mann bitte sehr einen JB repräsentieren. Ich will gar nicht mit "cultural appropriation" anfangen, aber James Bond ist ja nun schon seit langer Zeit ganz klar angelegt. So wie er keine Frau sein kann, kann er kein Chinese ein, oder eben Afrikaner. Tut mir leid, aber diese Figur stammt nun einmal aus dem klassischen weißen Umfeld. Warum sollte man das ändern wollen ? Es spricht doch nichts dagegen, einen authentischen Helden dunkler Hautfarbe zu schaffen und von mir aus kann man den/die auch zusammen mit JB auftreten lassen. Der Mann hat einfach keine aristokratische Ausstrahlung, oder ?
nickmason 27.06.2019
4. Ähm, nein
Ich lese gerade alle James Bond Romane in chronologischer Reihenfolge, und muss daher ganz klar sagen: ein farbiger Bond geht aus literarischer Sicht mal gar nicht. Auch wenn es eine Entschädigung dafür wäre, dass Autor Ian Fleming das böse N-Wort ziemlich gerne und in "Leben und sterben lassen" sogar geradezu verschwenderisch genutzt hat (was in der Neuübersetzung vor einigen Jahren glücklicherweise nicht der politischen Korrektheit zum Opfer gefallen ist - wie auch andere extrem derbe Charakterisierungen bestimmter Rassen und Nationen).
brocki68 27.06.2019
5. James Bond
Einen Schauspieler Idris Elba als neuen Bond ist zwar erst gewöhnungsbedürftig aber eigentlich nicht unmöglich. Was gar nicht geht ist eine weibliche Jane Bond! Das hat bei den Ghostbusters schon nicht funktioniert.
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