Interview mit Paris Hilton Bloß nicht nach Kim Kardashian fragen

Ihr Liebesleben, ihre TV-Show: Paris Hilton plaudert über fast jedes Thema. Aber die Fragen eines Journalisten zu Kim Kardashian brachten die Hotelerbin aus der Fassung. Hilton ging mitten im Interview einfach weg - um später mit einer eindeutigen Botschaft zurückzukehren.

AP

Los Angeles - Zumindest in einer Hinsicht kann Paris Hilton als echte Vorreiterin gelten: Seit sie vor mehr als zehn Jahren auf die roten Teppiche, Premieren und Edel-Partys stolperte, hat es niemand besser verstanden als sie, ohne übermäßiges Talent Karriere zu machen. Hilton wurde dafür berühmt, berühmt zu sein und perfektionierte diese Rolle.

Der Vorteil: Jahrelange harte Arbeit vor Filmkameras oder im Tonstudio ist überflüssig. Der Nachteil: Es muss nur jemand kommen, der noch berühmter dafür ist, berühmt zu sein - und man steht im Abseits statt im Rampenlicht. Der Markt, den Hilton lange Zeit dominiert habe, sei inzwischen "ziemlich überlaufen", berichtete der TV-Sender ABC.

Deswegen stieß es Hilton bei einem TV-Interview offenbar besonders bitter auf, dass ein Journalist ihre Rolle als Königin der Berufsberühmtheiten in Frage stellte. Hilton stand einfach mitten im Interview auf und ging.

Dabei begann alles so harmlos. ABC interviewte Hilton in ihrem Haus in Los Angeles. Zunächst war es das belanglose Geplänkel, das solche Gespräche meist kennzeichnet. Dann wagte sich Reporter Dan Harris an ein etwas sensibleres Thema: "Machen Sie sich manchmal Sorgen, dass die Leute, die in ihre Fußstapfen getreten sind, etwa Kim Kardashian, Sie in den Schatten stellen?"

Hilton antwortet, etwas angespannt: "Nein, überhaupt nicht."

Harris legt nach. Hiltons Reality-TV-Show "The World According To Paris" - etwa: Die Welt, wie Paris sie sieht - ist ein ziemlicher Quoten-Flop. "Es wird viel über die niedrigen Einschaltquoten der Show geredet. Sind sie darüber besorgt?", fragt Harris.

"Nein", sagt Hilton, merklich genervt.

"Haben Sie sich jemals Gedanken gemacht, dass Ihre Zeit vorbei ist?"

Statt zu antworten schaut Hilton zur Seite zu ihrer PR-Beraterin. Harris fragt: "Wollen Sie aufhören?" Statt eine Antwort zu geben steht Hilton auf und geht aus dem Bild. "Danach folgte ein langes und hitzig geführtes Gespräch mit Hiltons Pr-Beraterin", sagt Harris in dem Video. Aus dem Off hört man Hilton: "Ich will nicht, dass all dieses Material verwendet wird."

Gegen Ende des Interviewtermins habe Hilton sich beruhigt, sagt der Journalist. Die 30-Jährige entschied sich dann doch, das Gespräch zu Ende zu bringen - und setzte eine Botschaft ab: "Ich bin jetzt seit 15 Jahren in diesem Business. Und wie in jeder Branche ist es wichtig, sich immer wieder neu zu erfinden." Und abgesehen davon: Ihre TV-Show sei nur ein kleiner Teil ihres "Imperiums mit 17 verschiedenen Produktlinien".

ulz



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