Inzestvorwürfe Ex-Frau verteidigt "The Mamas and the Papas"-Sänger

Die Behauptung der amerikanischen Schauspielerin Mackenzie Phillips, sie habe jahrelang Geschlechtsverkehr mit ihrem Vater John gehabt, löste weltweit Reaktionen aus. Nun meldet die Ex-Ehefrau des "The Mamas and the Papas"-Sängers jedoch Zweifel an den Schilderungen an.

AP

London - "Am Abend vor meiner Hochzeit tauchte mein Vater bei mir auf. Er war entschlossen, die Hochzeit zu stoppen", sagte Mackenzie Phillips unlängst der Zeitschrift "People". "Ich hatte tonnenweise Pillen geschluckt, und mein Vater hatte auch alles Mögliche genommen."

In jener Nacht habe sie einen Blackout gehabt. Als sie wieder zu sich gekommen sei, habe sie mit ihrem Vater geschlafen. "Ob das das erste Mal war? Ich weiß es nicht. Alles, was ich weiß, ist, dass dies das erste Mal war, an das ich mich erinnern kann."

Mit der Offenbarung ihres inzestuösen Verhältnisses zu ihrem Vater John Phillips, dem Sänger der sechziger Jahre Band "The Mamas and the Papas", hat die 49-Jährige für einen Skandal gesorgt.

Erst als sie ein Kind erwartet habe und nicht wusste, ob dessen Erzeuger ihr eigener Vater sei oder der Mann, mit dem sie parallel eine Beziehung hatte, habe sie die Beziehung beendet, sagte Mackenzie Phillips in einem Interview mit Oprah Winfrey. Sie habe das Kind abgetrieben.

Sind diese Schilderungen wahr? Phillips' Stiefmutter streut nun Zweifel an der Version ihrer Tochter und an deren Autobiographie "High on Arrival".

In einem Interview sagte Michelle Phillips, die zu den Gründungsmitgliedern der Band gehörte und von 1962 bis 1970 mit dem Sänger verheiratet war, laut "Daily Mail": Die Behauptungen ihrer Tochter seien nur ein Witz. "Sie hat mir davon erzählt. Dann rief sie mich wieder an und sagte: 'Du weißt, ich scherze bloß.' Ich sagte, ich fände das nicht lustig. Und sie erwiderte: 'Dann haben wir wohl einen sehr unterschiedlichen Sinn für Humor.'"

Ihr Mann sei wirklich kein Engel, aber zu einem Verhältnis mit Mackenzie nicht fähig gewesen. "Er war ein schlechter Vater, ein Drogensüchtiger. Aber mit seiner eigenen Tochter?" Das könne sie sich wirklich nicht vorstellen.

jdl



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