Zwei Jahre Isolationshaft Michael Douglas kämpft um Sohn Cameron

Eine E-Mail an einen illustren Verteiler haben Michael Douglas und seine Ex-Frau Diandra verschickt. Thema ist das Schicksal ihres Sohnes Cameron: Der sitzt wegen Drogendelikten seit zwei Jahren in Isolationshaft. Bei ihrem Kampf um Hafterleichterungen bitten die Eltern nun prominente Freunde um Hilfe.

Getty Images

New York - In einem flammenden Appell haben sich US-Schauspieler Michael Douglas und seine Ex-Frau Diandra an prominente Freunde gewandt, um Hafterleichterungen für ihren gemeinsamen Sohn Cameron zu erwirken. Das berichtet unter anderem die "New York Post".

"Wir haben unseren Sohn mehr als ein Jahr lang nicht gesehen, und jetzt sagt uns die Regierung, dass wir ihn weitere zwei Jahre nicht besuchen dürfen", heißt es in einer E-Mail, die Diandra Douglas an einen hochrangig besetzten Verteiler schickte. Unter den Empfängern sind laut "Post" Calvin Klein, Donna Karan, Yoko Ono, Charlie Rose, Bianca Jagger und Diane von Fürstenberg. Cameron sei bereits seit zwei Jahren in Isolationshaft. "Als Eltern wehren wir uns", heißt es in der E-Mail.

Im April 2010 war der Promi-Spross wegen Heroinbesitzes und Drogenhandel zu fünf Jahren Haft verurteilt worden. Im Gefängnis wurde der heute 34-Jährige schließlich erneut mit Rauschgift erwischt; darauf verurteilte ihn ein New Yorker Richter zu weiteren viereinhalb Jahren Haft. Seine Strafe summiert sich damit zu knapp zehn Jahren hinter Gittern - in den Augen der Eltern unverhältnismäßig viel.

"Ich hoffe, dass sie mich bald zu ihm lassen"

In ihrer E-Mail verweisen Diandra und Michael Douglas dem Blatt zufolge auf eine Onlinepetition, mit der Hafterleichterungen für Cameron erwirkt werden sollten. Mittlerweile ist sie allerdings aus dem Netz verschwunden.

Bereits bei der Emmy-Verleihung im September hatte Michael Douglas - damals ausgezeichnet für seine Rolle in "Liberace" - öffentlich über seinen Sohn gesprochen. "Ich hoffe, dass sie mich bald zu ihm lassen", sagte der 69-Jährige in seiner Dankesrede.

In Interviews fügte er laut "New York Post" später hinzu, Cameron sei lange Zeit ein Junkie gewesen, man habe ihn für einen "Ausrutscher" im Gefängnis bestraft. Nachdem sein Sohn zwei Jahre in Isolationshaft gesessen habe, stelle er jetzt das US-amerikanische Rechtssystem in Frage. "Anfangs war ich enttäuscht von meinem Sohn. Aber nun bin ich an einem Punkt angelangt, an dem ich sehr, sehr enttäuscht über das System bin."

rls



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