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Jacksons letzter Auftritt: "... dass ihm nichts geschieht"

Foto: Dave Hogan/ Getty Images

Jacksons letzte Bühnenproben Zitternd und desorientiert

Mit dem Film über Michael Jacksons letzte Bühnenperformance, "This Is It", wurden weltweit Millionen verdient - doch die Aufnahmen von den Proben, so behauptet es die Familie, zeigen einen todkranken Mann. Einen Schuldigen hat der Jackson-Clan bereits im Visier.

Los Angeles - Michael Jacksons drei Kinder und seine Mutter Katherine haben den amerikanischen Konzertveranstalter AEG Live im Zusammenhang mit dem Tod des Popstars verklagt.

Sie werfen dem Unternehmen unter anderem vor, die Gesundheit und Sicherheit des Stars aus Profitsucht vernachlässigt zu haben. Wie das Magazin "People" am Mittwoch berichtete, reichten sie die Zivilklage in Los Angeles ein. AEG Live soll auch für die Einstellung von Jacksons Leibarzt Conrad Murray zur Verantwortung gezogen werden.

Bei seiner letzten Bühnenprobe im Juni 2009 habe der "King of Pop" im warmen Staples Center gezittert und desorientiert gewirkt. Ein "höllischer Probenplan" für die geplante Comeback-Tour und die Profitgier des Veranstalters hätten zum Tod des Musikers geführt.

Michael Jackson

"AEG hatte die Pflicht, sich um zu kümmern und dafür zu sorgen, dass ihm nichts geschieht", heißt es in der Klage. Doch Geld habe für den Veranstalter höhere Priorität gehabt als der Gesundheitszustand des Musikers, heißt es dem Bericht zufolge. Somit sei AEG Schuld daran, dass drei "liebende Kinder" ihren Vater und "die Welt ihren größten Entertainer" verloren hat.

Conrad Murray

Jacksons Familie unterstellt AEG außerdem, den Arzt nachlässig ausgewählt zu haben. Der Leibarzt des Sängers wurde im Februar dieses Jahres wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Murray hatte nach dem Tod des King of Pop zugegeben, seinem schlaflosen Patienten Propofol gespritzt zu haben. Gleichzeitig erklärte er sich für "nicht schuldig" an Jacksons Herzversagen, das nach dem Gutachten der Gerichtsmedizin von einer Überdosis des Mittels ausgelöst wurde.

AEG hat sich zu den Vorwürfen bisher nicht geäußert. Die Anklageschrift habe man noch nicht gelesen.

aar/dpa
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