James Corden über Trump Ein Sandwich gegen den Rassismus

Mit seinem Einreiseverbot für Menschen aus sieben muslimischen Ländern bringt Donald Trump viele Prominente gegen sich auf - und kreativen Protest hervor. Zum Beispiel dieses Video von James Corden.

AFP

Kaum ein Thema bewegt die Vereinigten Staaten in diesen Tagen so sehr wie dieser Erlass: US-Präsident Donald Trump hat per Dekret verfügt, dass Menschen aus sieben mehrheitlich muslimischen Ländern zunächst nicht mehr in die Vereinigten Staaten einreisen dürfen. Etliche Prominente reagieren auf diese Entscheidung fassungslos, wütend - oder wie James Corden: mit Humor.

Mit einem Video vom Flughafen in Los Angeles hat der Komiker nun gegen das Einreiseverbot protestiert. Der Clip, der vor Cordens "Late Late Show" am Montagabend ausgestrahlt wurde, zeigt den Moderator bei seiner Ausreise aus den USA.

Der Film zeigt den 38-Jährigen bei der Ankunft am Flughafen, beim Check-in, bei der Sicherheitskontrolle, wie er sich zwischendurch ein Sandwich kauft und wie er schließlich ins Flugzeug einsteigt.

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Protestvideo: Corden gegen Trump

Am Ende des unkommentierten Videos erscheint ein Abspann mit den Worten: "Die Bewegungsfreiheit sollte für alle legalen Einwanderer so einfach sein. Nicht nur für Weiße und Christen." Corden ist Brite, lebt aber in den USA, wo er seit 2015 die vor allem für das Format "Carpool Karaoke" bekannte "Late Late Show" moderiert.

Im Video: Corden gegen Trump

Der Komiker ist mitnichten der erste Prominente, der sich gegen die rigide Politik des neuen US-Staatsoberhaupts stellt. So waren bei Protestmärschen bereits vor mehr als einer Woche etliche Stars auf die Straße gegangen und hatten sich öffentlich gegen Trump positioniert (hier sehen Sie die Bilder).

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Promis gegen Trump: Die Kulturrevolution

Das umstrittene Einreise-Dekret hat nun offenbar nochmals größeren Widerstand mobilisiert. Arnold Schwarzenegger etwa, der wie Trump Mitglied der Republikaner ist, sagte in einem Interview, der Erlass "lässt uns dumm aussehen". Und Moderatorin Ellen DeGeneres erläuterte ihre Kritikpunkte anhand der Geschichte des Film-Fisches "Dorie".



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magiik 01.02.2017
1. Was hat...
... der Typ eigentlich zu melden? Der soll mal lieber weiter mit seinem Auto irgendwelche Promis durch die Gegend fahren und über unlustig Witze lachen. Und den ganzen Aufschrei darüber nicht, dass dieser Ban explizit gegen Muslime gerichtet ist. Was kann Trump denn dafür, dass Terroristen ausgerechnet aus diesen Ländern nach Amerika & Europa gelangen. Ich sage nicht, dass es gut ist einem Ban für Menschen aus bestimmten Ländern anzuordnen. Aber zu sagen es sei explizit gegen Muslime ist falsch. Die genannten Länder sind nicht einmal in den Top 6 der Länder mit der größten muslimischen Einwohnerzahl und nur der Iran ist in den Top 10. Nur ein weiterer Versuch donald trump als einen rassisten darzustellen.
ackergold 01.02.2017
2.
Muhammad Ali und Cat Stevens hätten in die USA gar nicht mehr einreisen dürfen. Ali würde sich wohl im Grab rumdrehen.
kingofchaos 01.02.2017
3.
Zitat von magiik... der Typ eigentlich zu melden? Der soll mal lieber weiter mit seinem Auto irgendwelche Promis durch die Gegend fahren und über unlustig Witze lachen. Und den ganzen Aufschrei darüber nicht, dass dieser Ban explizit gegen Muslime gerichtet ist. Was kann Trump denn dafür, dass Terroristen ausgerechnet aus diesen Ländern nach Amerika & Europa gelangen. Ich sage nicht, dass es gut ist einem Ban für Menschen aus bestimmten Ländern anzuordnen. Aber zu sagen es sei explizit gegen Muslime ist falsch. Die genannten Länder sind nicht einmal in den Top 6 der Länder mit der größten muslimischen Einwohnerzahl und nur der Iran ist in den Top 10. Nur ein weiterer Versuch donald trump als einen rassisten darzustellen.
Ihnen ist aber schon bewusst, dass gerade aus den Ländern, für die das Einreiseverbot gilt, keine Terroristen in die USA kamen? Oder verwirren Fakten Ihr Weltbild?
fpa 01.02.2017
4. Keine Angst, das macht er schon selber.
Zitat von magiik... der Typ eigentlich zu melden? Der soll mal lieber weiter mit seinem Auto irgendwelche Promis durch die Gegend fahren und über unlustig Witze lachen. Und den ganzen Aufschrei darüber nicht, dass dieser Ban explizit gegen Muslime gerichtet ist. Was kann Trump denn dafür, dass Terroristen ausgerechnet aus diesen Ländern nach Amerika & Europa gelangen. Ich sage nicht, dass es gut ist einem Ban für Menschen aus bestimmten Ländern anzuordnen. Aber zu sagen es sei explizit gegen Muslime ist falsch. Die genannten Länder sind nicht einmal in den Top 6 der Länder mit der größten muslimischen Einwohnerzahl und nur der Iran ist in den Top 10. Nur ein weiterer Versuch donald trump als einen rassisten darzustellen.
Eigentlich alles grotesk blöd, absurd, immer wieder ur-komisch --- nur hat dieser Mann eben auch die Codes für die Atomwaffen. Und natürlich ist er ein Rassist, vielleicht nicht ganz so offen wie sein Chef-Berater Steve Bannon. Betrachtet man die ganzen absurden Episoden aber mal als ganzes, dann schaut es schlimmer aus als es selbst die Trump-kritischen Medien berichten. ... Da läuft ein Staatsstreich. Dieser Artikel ist nicht etwa von 2017, sondern von 2015: https://www.bloomberg.com/politics/graphics/2015-steve-bannon/
magiik 01.02.2017
5.
Zitat von kingofchaosIhnen ist aber schon bewusst, dass gerade aus den Ländern, für die das Einreiseverbot gilt, keine Terroristen in die USA kamen? Oder verwirren Fakten Ihr Weltbild?
Zuerst einmal: Nein! Ich habe nichts gegen Fakten und lasse mich gerne eines besseren belehren. Nun, ich habe es in meinem Kommentar vielleicht schlecht ausgedrückt, denn diese Art von Menschen kommen nicht direkt aus den Ländern für die das Einreiseverbot gilt. Gerade deshalb gilt das Verbot auch gerade für Menschen mit der Staatsbürgerschaft für diese Länder. Wenn sie von Europa aus in die USA fliegen möchten, müssen sie ja wohl ihre Staatsbürgerschaft vorweisen. Aber ich sehe in diesem Einreiseverbot die gleichen Probleme wie alle anderen, wie z.B. dass Angreifer oft aus dem eigenen Land kommen. Allerdings beherrscht nach den Angriffen in Europe auch in den USA die Angst vor dem Terror. Dies mussten die Menschen auch nach dem Amoklauf in San Bernardino Hautnah miterleben und diese Sperre ist nun mal eine Abwehrmaßnahme um so etwas in Zukunft zu verhindern (auch wenn es ein schlechter Versuch ist). Ich glaube kaum dass dies einen rassistischen Hintergrund hat. P.S.: Ich finde es sehr amüsant zu sehen, wie jemand der mal die andere Seite betrachtet sofort als "Trump-Supporter" verspottet wird. Man sagt immer: "Informiere dich aus anderen Quellen und bild dir deine eigene Meinung.", aber sobald diese Meinung mit der des Mainstreams zu sehr abweicht, wird man als "verwirrt" abgestempelt.
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