James Corden reagiert auf geschmacklosen Tweet "Das Erschütterndste, was man über mich oder meine Familie sagen kann"

Höflich, aber bestimmt hat James Corden auf einen Tweet reagiert, in dem ein User seinem Sohn Krebs an den Hals wünscht. "Ich glaube, Sie sind besser als das", schrieb der Moderator.

Moderator James Corden
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Dass Kommentare im Internet oft besonders hämisch, geschmacklos und dumm ausfallen, ist bekannt. Die Forderung, Prominente müssten mit solchen Ergüssen klarkommen, beruft sich in der Regel auf den selbstverschuldeten Drang der Stars, sich zu exponieren.

Doch was der britische Entertainer James Corden am Montag auf seinem Twitter-Account lesen musste, war nicht nur für ihn selbst, sondern auch viele seiner Fans jenseits der Schmerzgrenze. Ein Twitter-User wünschte seinem Sohn Krebs an den Hals - weil Corden in einem Post angeblich etwas über die weiteren Entwicklungen in "Game of Thrones" verraten habe.

Im Eröffnungsmonolog zur "The Late Late Show" hatte der Moderator über die wachsenden Spannungen zwischen den USA und China Witze gemacht. Der Handelsstreit könnte damit enden, dass Trump "auf dem Rücken eines Drachen reitend die gesamte Wirtschaft abfackelt", scherzte Corden. Dazu wurde kurz das bearbeitete Foto einer berühmten Drachen-Attacke aus "Game of Thrones" eingeblendet.

Dies veranlasste einen "Fan" sich bitter darüber zu beschweren, dass man noch nicht einmal in Ruhe fernsehen könne, ohne gespoilert zu werden. "Ernsthaft, ich hoffe sein Kind bekommt Krebs", schrieb der User.

Corden hat drei Kinder, den achtjährigen Max und die beiden Töchter Carey, 4, und Charlotte, 1. Er beschloss, dem User zu antworten.

"Ich denke, das ist ohne Frage das Erschütterndste, was man über mich oder meine Familie sagen kann", schrieb er und wandte sich direkt an den Kommentator: "Nehmen Sie sich eine Minute und denken Sie darüber nach, was Sie gerade geschrieben haben, und ob Sie ein Mensch sein möchten, der so etwas öffentlich sagt. Ich glaube, Sie sind besser als das."

Der Follower schrieb zurück: "Das war ein Witz."

Corden bewahrte Contenance und antwortete seinerseits: "Gut, ich sehe, Sie hoffen für meinen Sohn. Ich hoffe für Ihre Kinder, dass sie niemals lesen müssen, dass ihre Mutter oder ihr Vater irgendeinem Kind 'aus Spaß' Krebs wünschen." Egal, welche Erklärungen er dafür vorbringen könne, "sie werden nie verstehen können, wie Sie so etwas tun konnten".

Der Twitter-Account des Users wurde kurz darauf aufgelöst.

ala



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