100 km/h zu schnell Real-Star James Rodríguez beim Rasen erwischt

Seine Schnelligkeit auf dem Platz machte ihn zum Star, seine Schnelligkeit auf der Straße könnte jetzt Folgen haben: Real-Stürmer James Rodríguez ist in einer Tempo-100-Zone 200 Stundenkilometer gefahren. Es droht eine Haftstrafe.
Real-Madrid-Stürmer James Rodríguez: Auch auf der Straße ein Raser

Real-Madrid-Stürmer James Rodríguez: Auch auf der Straße ein Raser

Foto: CURTO DE LA TORRE/ AFP

Es ist diesen Samstag das große Thema der spanischen Sportgazetten: Auf dem Weg zum Training ist James Rodríguez, der Torschützenkönig der WM 2014, am Freitagabend auf der Madrider Stadtautobahn M-40 mehr als 200 Kilometer pro Stunde gefahren, mindestens 100 mehr als erlaubt.

Ein Polizeiwagen nahm mit Blaulicht die Verfolgung auf. Die Beamten hätten, so heißt es in den Zeitungen, Rodríguez per Megafon zum Anhalten aufgefordert. Doch der Fußballprofi habe nicht gestoppt und sei mit hoher Geschwindigkeit weitergefahren.

Erst auf dem Trainingsgelände in Valdebebas nordöstlich der Hauptstadt hätten die Polizisten den Profi sprechen und die Personalien aufnehmen können. Seine Flucht begründete der Profi mit "Angst vor einer Entführung", da die verfolgenden Beamten in einem Zivilfahrzeug der National-Polizei unterwegs waren. Real gab zunächst keine Stellungnahme ab.

Wenn man die zulässige Höchstgeschwindigkeit um mehr als 80 Kilometer pro Stunde überschreitet, kann man in Spanien zu einer Haftstrafe von bis zu sechs Monaten verurteilt werden. Nach Angaben der Zeitung "AS" drohen Rodríguez zudem eine hohe Geldstrafe sowie der Verlust des Führerscheins für bis zu vier Jahre.

Ärger mit der Verkehrspolizei hatten in den vergangenen Jahren gleich mehrere Real-Profis. Darunter vor allem Stürmer Karim Benzema, der beim Rasen und auch ohne Führerschein am Steuer erwischt wurde. Real macht zurzeit eine sportliche Krise durch, Coach Rafa Benítez steht vor dem Duell des Liga-Tabellendritten beim FC Valencia am Sonntagabend sehr unter Druck.

cbu/dpa
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