Japanische Prinzessin Mako Nein zum Titel, ja zur Liebe

Eine Entscheidung für die Liebe: Die japanische Prinzessin Mako hat ihre Verlobung mit einem Bürgerlichen bekannt gegeben - damit verliert sie ihren royalen Status.

Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro
AFP

Prinzessin Mako und ihr Verlobter Kei Komuro


Für ihre große Liebe verzichtet die japanische Prinzessin Mako auf ihren Titel: Die 25-jährige Kaiserenkelin gab am Sonntag ihre Verlobung mit einem Bürgerlichen bekannt - und verliert damit ihren Status als Prinzessin. Sie fühle sich "wirklich glücklich", sagte Mako bei einer Pressekonferenz. "Seit meiner Kindheit war mir klar, dass ich meinen adeligen Status verliere, wenn ich heirate."

Sie habe ihre Aufgaben als Mitglied der kaiserlichen Familie gerne erfüllt - "ich genieße aber auch mein eigenes Leben", sagte Mako. Auf der Pressekonferenz konnten sich die Prinzessin und ihr Verlobter, der ebenfalls 25 Jahre alte Kei Komuro, kleinere Turteleien nicht verkneifen. Mako wache "wie der Mond" über ihn, sagte Komuro. Sein Lächeln sei "wie die Sonne", entgegnete Mako.

Ihre Hochzeit werde voraussichtlich im Herbst nächsten Jahres stattfinden, gab das Haushofamt bekannt. Mako und ihr früherer Studienkollege Komuro wollten ihre Verlobung eigentlich schon Anfang Juli verkünden. Doch wegen verheerender Überschwemmungen im Land verschob das Paar den Termin.

Die gesetzliche Regelung zum Ausschluss von Prinzessinnen aus der kaiserlichen Familie nach der Eheschließung mit Bürgerlichen betrachten Kritiker als diskriminierend. Männliche Mitglieder behalten ihren Status, wenn sie bürgerliche Frauen heiraten, die Gattinnen werden dann in die kaiserliche Familie aufgenommen.

Kritiker fordern, künftig eine ähnliche Regelung für Prinzessinnen zu schaffen - auch um die Zahl potenzieller Thronfolger zu vergrößern. Diese hält sich derzeit in Grenzen: Hinter Kronprinz Naruhito steht dessen Bruder Akishino in der Thronfolge an nächster Stelle, dann folgt dessen Sohn Hisahito. Weitere potenzielle Thronfolger gibt es nicht. Sollte Hisahito keinen Sohn bekommen, würde die Thronfolge abreißen.

asc/dpa/Reuters



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