Schauspieler Jason Momoa "Ich rasiere dieses Biest ab"

Er war Khal Drogo in "Game of Thrones" und Aquaman auf der Kinoleinwand, zu seinen Markenzeichen gehört der Vollbart. Nun hat sich Schauspieler Jason Momoa rasiert - und "die Leute flippen aus".

Jordan Strauss/Invision/ AP

"Jason Momoa hat seinen Bart abrasiert und die Leute flippen aus": Mit dieser Schlagzeile fasst der US-Sender CNN die Reaktionen auf die jüngste Aktion des Schauspielers zusammen. Auch das "Time"-Magazin schrieb: "'Khal Drogo' rasiert seinen Bart ab - und sorgt für ein ziemlich weit verbreitetes Ausflippen."

Dazu muss man wissen: Der Bart gehört zu den Markenzeichen des populären Schauspielers Jason Momoa; neben seinen langen Haaren, dem muskelbepackten Körper und den Tattoos. Berühmt wurde Momoa durch seine Rolle des Khal Drogo in der ersten Staffel der TV-Serie "Game of Thrones", als "Aquaman" schaffte er es auf die Kinoleinwand. Der 37-Jährige pflegt das Image des liebenswerten, attraktiven Kämpfers mit großem Herz.

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Jason Momoa: Ein Mann, kein Bart

Seit sieben Jahren hat sich der Schauspieler eigenen Angaben zufolge nicht mehr rasiert. Dass er es nun tat - und ein Video davon auf seinem YouTube-Kanal veröffentlichte - hat durchaus einen ernsten Hintergrund. "Auf Wiedersehen Drogo, Aquaman, Declan, Baba", schrieb Momoa zu dem Video in Anspielung auf seine bekanntesten Rollen. "Ich rasiere dieses Biest ab, es ist Zeit für einen Wandel." Dieser Wandel solle zum Guten erfolgen, "für meine Kinder, für eure Kinder, die Welt".

Mit der Aktion - gefilmt wurde das rund vierminütige Video in der Wüste - macht der Schauspieler Werbung für eine neue Verpackung für Trinkwasser, die nicht aus Plastik, sondern aus recycelbarem Aluminium hergestellt ist. Er appelliert an die Zuschauer, sich für das Wohl des Planeten einzusetzen. "Lasst uns unsere Ozeane und unser Land reinigen", schrieb er. Der Clip wurde inzwischen rund 1,8 Millionen Mal aufgerufen.

In den sozialen Netzwerken trauerten zahlreiche Nutzer um den Bart, sie kommentierten Fotos des Schauspielers und früheren Models mit den Worten "Ruhe in Frieden, Bart von Jason Momoa" oder "In liebevoller Erinnerung an den Bart von Jason Momoa". Andere betonten, wie unfair es sei, dass Momoa auch ohne Bart gut aussehe. Andere schrieben, dass er mit seiner Rasur für den guten Umweltzweck seinen Status als "guter Kerl" untermauert habe.

Die frühere Bürgermeisterin von Minneapolis, Betsy Hodges, erklärte am Donnerstag bei Twitter, sie wisse, dass heute der geschwärzte Bericht von US-Sonderermittler Robert Mueller zur Russlandaffäre um Donald Trump erscheine. Aber das solle bitte nicht von der Nachricht ablenken, dass Momoa seinen Bart abrasiert habe (sie sendete dann aber auch zahlreiche Tweets zu der politisch wichtigeren Nachricht).

Mehr dazu, welche Staaten die Meere mit Plastik vermüllen, erfahren Sie hier. Mehr über die jüngste Schätzung von Forschern über den wirtschaftlichen Schaden der Verschmutzung können Sie hier nachlesen. Und wenn Sie Momoa noch aus "Game of Thrones" kennen und Serienfan geblieben sind, dann erfahren Sie hier, wie der Start der neuen und letzten Staffel lief.

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insgesamt 8 Beiträge
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Seite 1
kriskross 19.04.2019
1. Er hat — wie ich — die Zeichen der Zeit erkannt
Als neulich der einfältigste meiner Kollegen mit einem riesigen Hipster-Bart ankam und meinte, seine Friseurin habe ihm zu dem Bart geraten, als Gegengewicht zu seiner Glatze und "weil man das ja jetzt so trägt", wusste ich: Mein Bart muss ab. Seitdem rasiere ich mich wieder glatt und fühle mich erneut als Vorreiter eines bald folgenden Trends. Ein herrliches Gefühl auf der Haut, alle quatschen mich darauf an. Leider bekomme ich kein Geld der Aluminium-Lobby dafür, aber da muss ich wohl durch.
Hamberliner 19.04.2019
2. Entweder man weiß was man will, oder man hat keinen Charakter.
Einen Bart trägt man ein Leben lang, oder man verzichtet ein Leben lang drauf. Das ist ein unveränderliches Persönlichkeitsmerkmal wie sexuelle Veranlagung, Religion, Linkshänderstatus, Raucherstatus. Es gibt keine Mode, derzufolge man heute einen Bart trägt, vor 2 Jahren eher nicht, und in 3 Jahren auch wieder nicht. Nichts eignet sich so gut wie ein modehöriger Wechselbart, um sich als Charakterkrüppel zu outen, als jemand der sich nicht entscheiden kann, nicht weiß was er will: Mal ist er da, mal ist er weg, mal ist die Rasur schlecht (ein sog. Dreitagebart ist kein Bart, sondern eine schlechte Rasur). Selbstverständlich rasiert man sich auch als Bartträger täglich, um am Hals und an den Wangen eine gestochen scharfe Kante zu garantieren. Fusseliges Flaumhaar, wo Haut durchschimmert, bis kurz unter die Augen ist nämlich aus 5 m Entfernung nicht von einer Dreckschicht zu unterscheiden, man würde aussehen wie ein Penner, der Kohlen geschleppt hat.
spon_12 19.04.2019
3. Die Welt ist verrückt geworden!
UNGLAUBLICH! Ein Mann rasiert sich! Wo soll das nur alles noch hinführen?
Hamberliner 19.04.2019
4. Re: Er hat wie ich die Zeichen der Zeit erkannt
Zitat von kriskrossAls neulich der einfältigste meiner Kollegen mit einem riesigen Hipster-Bart ankam und meinte, seine Friseurin habe ihm zu dem Bart geraten, als Gegengewicht zu seiner Glatze und "weil man das ja jetzt so trägt", wusste ich: Mein Bart muss ab. Seitdem rasiere ich mich wieder glatt und fühle mich erneut als Vorreiter eines bald folgenden Trends. Ein herrliches Gefühl auf der Haut, alle quatschen mich darauf an. Leider bekomme ich kein Geld der Aluminium-Lobby dafür, aber da muss ich wohl durch.
Das hätte nicht sein müssen. Es hätte auch die Möglichkeit bestanden dafür zu sorgen, dass er seinen Bart ganz schnell wieder verschwinden lässt. Man findet doch bei Google Images genug Fotos von Hunden, die versucht haben, ein Stachelschwein zu beißen. Sowas (https://i.imgur.com/dXDvUyU.jpg) oder sowas (https://i.dailymail.co.uk/i/pix/2015/11/04/06/2E17762900000578-0-image-a-109_1446619558772.jpg) hier. Einfach ausdrucken und dem Kollegen an die Tür kleben, wenn es niemand sieht.
meister_proper 19.04.2019
5. Mal ganz unabhängig von der Bartmode:
Man kann Getränke auch aus selbst befüllten Flaschen trinken. Ideales Material ist Edelstahl, weil man dieses besser reinigen kann. Wahlweise können das auch Isolierflaschen sein, so dass Kaltes kalt und Warmes warm bleibt. In Ländern mit guter Trinkwasserversorgung kann man das Wasser direkt aus dem Hahn in die Flasche füllen. So entfallen auch die Recyclingaufwände.
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