Jennifer Hudson Erster Auftritt nach Familientragödie

Sie verlor ihre Mutter, ihren Bruder und ihren Neffen: Rund vier Monate nach den Morden in der Familie von Jennifer Hudson zieht es die Sängerin und Schauspielerin zurück ins Rampenlicht.


New York - Sie hat drei ihrer engsten Familienangehörigen verloren: Am 24. Oktober wurden Jennifer Hudsons Mutter Darnell Donerson, 57, und ihr 29-jähriger Bruder Jason in ihrem Haus im Süden Chicagos erschossen aufgefunden. Drei Tage später wurde die Leiche des siebenjährigen Neffe der Sängerin in einem abgestellten Auto entdeckt.

Wenige Wochen nach den Morden will Jennifer Hudson nun auf die Bühne zurückkehren. Die 27-Jährige hat zugesagt, bei einer Wohltätigkeitsgala zwei Tage vor der Verleihung der Grammys aufzutreten, bei der auch Coldplay, die Foo Fighters, Adele, Tim McGraw und Josh Groban zu sehen sein werden, berichtet "E!Online".

Jennifer Hudson hatte im vergangenen Jahr für ihren Auftritt in dem Leinwand-Musical "Dreamgirls" den Oscar als beste Nebendarstellerin erhalten. Kürzlich brachte sie ihr Debüt-Album "Jennifer Hudson" auf den Markt, das ihr vier Grammy-Nominierungen einbrachte.

Die begehrten amerikanischen Musikauszeichnungen werden am 8. Februar in Los Angeles vergeben. Die Afroamerikanerin mit der eindrucksvollen Stimme war durch die Talent-TV-Show "American Idol" bekanntgeworden.

Der Dreifachmord an ihrer Mutter, ihrem Bruder und ihrem Neffen ist noch immer nicht völlig aufgeklärt - allerdings scheint die Polizei eine heiße Spur zu verfolgen. Anfang Dezember haben Ermittler Hudsons Schwager als Hauptverdächtigen verhaftet.

William B. war mit Jennifer Hudsons älterer Schwester Julia verheiratet, lebte aber von ihr getrennt. Der 27-Jährige saß zuvor bereits wegen der Verletzung von Bewährungsauflagen im Gefängnis. Er war 1999 wegen versuchten Mordes und Autodiebstahls zu sieben Jahren Haft verurteilt worden.

B. bestreitet die Vorwürfe, wurde aber Justizangaben zufolge von seiner Freundin belastet. Diese gab an, ihn mit einer Waffe gesehen zu haben, "die genauso aussieht wie die Waffe, die neben der Leiche des ermordeten Kindes gefunden wurde". B. soll seit Monaten im Dauerstreit mit der Familie gelegen haben.

han/dpa



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