US-Schauspielerin spricht über Mutterschaft Jennifer Lawrence macht Fehlgeburten öffentlich

Es war bereits ihre dritte Schwangerschaft: Im Gespräch mit der »Vogue« gab Schauspielerin Jennifer Lawrence Geschlecht und Namen ihres ersten Kindes bekannt. Außerdem erzählt sie von zwei Fehlgeburten.
US-Schauspielerin Jennifer Lawrence: »Es ist so beängstigend, über Mutterschaft zu sprechen«

US-Schauspielerin Jennifer Lawrence: »Es ist so beängstigend, über Mutterschaft zu sprechen«

Foto: Francois Mori/ AP

Seit Februar ist die US-Schauspielerin Jennifer Lawrence Mutter. Diesmal sei ihre Schwangerschaft sehr gut verlaufen, sagte sie in einem Gespräch mit der »Vogue« . Zuvor hat die 32-Jährige allerdings zwei Fehlgeburten erlitten, wie sie nun öffentlich machte.

Das erste Mal verlor Lawrence ein Kind in ihren frühen Zwanzigern. Sie sei sich sicher gewesen, abtreiben zu wollen, aber bevor es so weit kam, habe sie »allein in Montreal« eine Fehlgeburt gehabt, berichtet sie dem US-Magazin.

Das zweite Mal war während der Dreharbeiten für den Netflix-Film »Don’t look up«. Damals sei sie schon verheiratet gewesen und habe sich sehr auf das Baby gefreut, so die Schauspielerin. Doch wieder erlitt sie eine Fehlgeburt und musste sich einem chirurgischen Eingriff unterziehen, bei dem Gewebe aus der Gebärmutter entfernt wurde.

Sohn nach amerikanischem Maler benannt

Lawrence gab in dem Gespräch auch den Namen und das Geschlecht ihres ersten Kindes bekannt. Ihr Sohn heiße Cy, sagte sie der »Vogue«. Benannt sei er nach dem amerikanischen Maler Cy Twombly, einem Lieblingskünstler ihres Ehemanns Cooke Maroney. Seit 2019 ist die Schauspielerin mit dem Galeristen verheiratet.

In dem Interview, das am Dienstag veröffentlicht wurde, sprach Lawrence auch über ihre neue Rolle als Mutter. »Es ist so beängstigend, über Mutterschaft zu sprechen. Weil es bei jedem anders ist. Wenn ich sage: ›Es war von Anfang an toll‹, werden einige Leute denken, bei ihnen war das nicht so, und sich schlecht fühlen. Zum Glück habe ich so viele Freundinnen, die ehrlich waren. Die sagten: ›Es ist beängstigend.‹ Man findet vielleicht nicht sofort eine Verbindung oder Liebe.«

Ihre Sorgen seien jedoch nach der Geburt verschwunden. »Am Morgen nach der Geburt hatte ich das Gefühl, mein ganzes Leben hätte von vorne begonnen«, sagte die Schauspielerin. »Ich starrte einfach nur, ich war so verliebt. Ich liebe jetzt auch alle anderen Babys. Neugeborene sind einfach so toll.«

Die Schauspielerin gab aber nicht nur private Einblicke, sondern äußerte sich auch politisch. So sprach sie über ihre fehlende Geduld für Menschen, die keine Position zum Abtreibungsverbot in den USA beziehen: »Ich komme nicht mehr mit Leuten klar, die nicht politisch sind. Du lebst in den Vereinigten Staaten von Amerika. Du musst politisch sein. Es ist zu fatal. Die Politik bringt Menschen um«, sagte Lawrence.

kfr/dpa
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