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Jill Biden Lady Normalo

aus DER SPIEGEL 31/2021
Foto:

Dylan Martinez - Pool / Getty Images

Dass ihre Entscheidung Kritik nach sich ziehen würde, war vorhersehbar. Doch Jill Biden, 70, First Lady der Vereinigten Staaten, ließ sich nicht aufhalten und reiste trotz Pandemie nach Japan zu den Olympischen Spielen. Nicht einmal die Meldung, einige US-Sportler seien positiv getestet worden, stoppte Biden. Es war ihre erste Auslandsreise, die sie ohne den Präsidenten zu meistern hatte – und das gelang ihr am Ende dann doch bravourös. Souverän, konzentriert und natürlich immer perfekt gekleidet absolvierte Biden ihr Besuchsprogramm. Jedes Modestatement einer First Lady wird genauestens beobachtet. Welche Designer werden präsentiert, welche Farben warum gewählt, welches Schmuckstück bedeutet was? Biden war eindeutig im Auftrag einer eleganten Normalität unterwegs. Bei den Wettkämpfen der US-Sportler trug sie das Mannschaftsoutfit, einen Hosenanzug: blauer Navy-Blazer und weiße Sweatstoffhose mit engen Bündchen, entworfen von dem Amerikaner Ralph Lauren. Überaus leger für eine First Lady, aber auch überaus passend für die Rolle, die sie innehatte: lässig und jederzeit bereit, aufzuspringen und anzufeuern. Der feierlich-opulenten Eröffnungszeremonie wiederum wohnte Biden in einem klassischen Polka-Dot-Kleid von Brandon Maxwell bei, dem Anlass entsprechend sportiv schick. Und gleichzeitig unterstrich die Wahl ihrer Garderobe ihr Image als schön normale Amerikanerin, ohne viel Glitzer.

ks
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