Früherer Präsident der USA Jimmy Carter für Kopf-OP im Krankenhaus

Sorge um Jimmy Carter: Am Abend musste der Ex-Präsident der USA in ein Krankenhaus in Atlanta gebracht werden. Nach zuletzt mehreren Stürzen hat sich sein Zustand offenbar verschlechtert.

Jimmy Carter: Am Dienstag soll der frühere US-Präsident operiert werden
Ammar Awad/ REUTERS

Jimmy Carter: Am Dienstag soll der frühere US-Präsident operiert werden


Der frühere US-Präsident Jimmy Carter ist am Montagabend (Ortszeit) zur Behandlung in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Bei dem 95-Jährigen habe sich nach mehreren Stürzen eine Blutung im Schädel entwickelt, die auf das Gehirn drücke, teilte Carters Stiftung in Atlanta (Bundesstaat Georgia) mit.

Der Eingriff im Emory University Hospital in Atlanta sei für Dienstag vorgesehen. Dem Patienten gehe es den Umständen entsprechend relativ gut und seine Frau Rosalynn (92) sei bei ihm.

Bei dem Unfall Ende Oktober hatte er sich einen Beckenbruch zugezogen. Carter stürzte demnach in seinem Haus in Plains im Bundesstaat Georgia. Damals hieß es, der 95-Jährige sei guter Dinge. Er freue sich, bald wieder nach Hause zu dürfen, um dort zu Kräften zu kommen. Es handele sich um einen Beckenbruch eines geringen Schweregrades. Schon wenige Tage später konnte er das Krankenhaus verlassen.

Carter war nach Angaben des Carter Centers bereits Anfang Oktober einmal gestürzt und musste oberhalb der Augenbraue genäht werden. Im Mai erst hatte Carter sich bei einem Sturz zu Hause die Hüfte gebrochen. Er wollte zu dem Zeitpunkt zu einer Truthahnjagd aufbrechen. Auch wegen dieses Vorfalls war damals eine Operation nötig gewesen.

Der Demokrat ist der älteste noch lebende ehemalige Präsident der USA. Er war von 1977 bis 1981 im Amt. Vier Jahre später verlor er die Wahl gegen Ronald Reagan. Nach dem Ende seiner Amtszeit setze sich Carter weltweit für Demokratie, Menschenrechte und friedliche Konfliktlösung ein. Dafür erhielt er 2002 den Friedensnobelpreis. Im Rahmen des Projekts Habitat for Humanity setzte er sich auch im hohen Alter noch sehr aktiv für den Bau von Häusern für Bedürftige ein - und packte auch immer wieder selbst auf den Baustellen mit an.

jok/dpa



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