Jimmy Kimmel moderiert mit Baby "Papa weint im Fernsehen, aber Billy nicht"

Jimmy Kimmel hat einen besonderen Gast in seiner Late-Night-Show begrüßt: seinen Sohn Billy. Das sieben Monate alte Baby leidet an einem Herzfehler - und war nicht ohne Grund in der Sendung.

Jimmy Kimmel
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US-Late-Night-Talker Jimmy Kimmel hat seine jüngste Show mit seinem sieben Monate alten Sohn Billy auf dem Arm moderiert. So wollte er veranschaulichen, warum seine Sendung in der Woche zuvor ausgefallen war - und was sich seiner Meinung nach am US-Gesundheitssystem ändern muss.

"Ich konnte letzte Woche nicht hier sein, weil dieser Junge hier eine Herz-OP hatte", sagte der 50-Jährige, während er das Baby auf dem Arm trug. Das Kind war im April mit einem Herzfehler auf die Welt gekommen. "Aber es geht ihm gut", sagte Kimmel. "Er hat sich vielleicht in die Windeln gemacht, aber es geht ihm gut." Billy stehe nur noch eine Operation bevor.

Kimmel nutzte den Auftritt für einen leidenschaftlichen Appell an Politiker, mehr für die Gesundheitsversorgung von Kindern in den USA zu tun, deren Eltern nicht so wohlhabend seien wie er selbst. Immer wieder kämpfte der Moderator mit den Tränen: "Papa weint im Fernsehen, aber Billy nicht", sagte er. "Das ist unglaublich."

Scharfe Kritik an Trump

Bereits kurz nach der Geburt musste Kimmels Sohn am Herzen operiert werden. Schon damals hatte der Moderator in seiner Sendung darüber gesprochen und in der Folge wiederholt gefordert, dass Eltern aller Einkommensklassen ein Anrecht auf eine gute Behandlung für ihre Kinder haben müssten.

US-Präsident Donald Trump versucht seit Monaten, das Gesundheitssystems seines Vorgängers Barack Obama umzubauen und hat bereits einige Änderungen durchgesetzt.

Kimmel forderte den US-Kongress auf, ein Programm zur Krankenversicherung von Kindern wiederaufleben zu lassen. Es sei "ekelhaft", dass die Abgeordneten Steuersenkungen für Millionäre über das Leben von Kindern stellten, sagte er. Der Moderator hat Trump und seine Politik schon öfter leidenschaftlich kritisiert.

fok/AFP/AP



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