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Foster über Frauen: Gegen die Ungleichbehandlung

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Jodie Foster über Regisseurinnen "Ein zu großes Risiko"

Jodie Foster hat als Schauspielerin und Regisseurin etliche Preise gewonnen, doch damit ist sie eine Ausnahme. Frauen würden in Hollywood noch immer eindeutig benachteiligt, sagte sie nun.

Jodie Foster ist die Ausnahme von zwei Hollywoodgrundsätzen: Berühmt werden vor allem männliche Schauspieler. Und auch die Regie großer Filme ist nicht gerade gleichmäßig unter den Geschlechtern aufgeteilt. Foster jedoch hat in beiden Metiers riesige Erfolge gefeiert - und ihren Ruhm nun genutzt, um gegen jene vermeintlichen Regeln zu protestieren.

In Hollywood würden Frauen im Regie-Fach immer noch klar benachteiligt, beklagte der Filmstar. Bei der Vorstellung ihres Films "Money Monster" sagte sie beim Filmfestival in Cannes, weibliche Filmemacher seien offenbar immer noch "ein zu großes Risiko". Applaus gab es dafür unter anderem von den Hauptdarstellern ihres jüngsten Films: George Clooney und Julia Roberts, zumindest dort stimmt also die Quote.

Die zweifache Oscarpreisträgerin sprach von drastischen Veränderungen, die es seit dem Beginn ihrer Karriere vor 50 Jahren an den Filmsets gegeben habe. Nur beim "Regieführen bei den Mainstream-Filmen" der großen Studios habe sich nichts geändert, bemängelte Foster.

Grundsätzliche Probleme mit Männern hat Foster, die vor zwei Jahren ihre Freundin Alexandra Hedison geheiratet hatte, aber sicherlich nicht: Erst vor wenigen Tagen hatte sie ihren umstrittenen Kollegen Mel Gibson gegen Kritik verteidigt.

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Mel Gibson: Zur Abwechslung unschuldig

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"Mel ist ein außergewöhnlicher Regisseur", sagte Foster dem Nachrichtenportal "The Daily Beast". "Ich glaube, er ist der beliebteste Schauspieler, mit dem ich je zusammengearbeitet habe."

Fosters aktueller Film "Money Monster", eine Abrechnung mit der Finanzbranche und der Medienwelt, läuft in Cannes außer Konkurrenz. (Lesen Sie hier mehr über das Festival und den Film.)

mxw/AFP
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