Prozess gegen "Bild" Kachelmann will Peinigern "auf den Sack gehen"

Seit seinem Freispruch im Vergewaltigungsprozess kämpft Jörg Kachelmann um Wiedergutmachung. "Ich war hochverschuldet", sagt er dem SPIEGEL. Per Twitter wendet er sich gegen seine Gegner.

Jörg Kachelmann: Teurer Freispruch
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Jörg Kachelmann: Teurer Freispruch


Jörg Kachelmann hadert nicht mit dem Image, das ihm seine Einlassungen auf Twitter einbringen. Dem SPIEGEL sagte Kachelmann: "In der U-Haft habe ich meinen Wärtern und Mithäftlingen geschworen, dass ich später allen auf den Sack gehen werde, die mir das Leben schwer gemacht haben. Und genau das tue ich jetzt. Wenn die Leute mich für einen verbohrten Heini halten, nehme ich das in Kauf." (Lesen Sie hier die ganze Geschichte im neuen SPIEGEL.)

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Auf Twitter richtet Kachelmann sich in seinen Kommentaren regelmäßig gegen die "Bild"-Zeitung, aber auch gegen andere Medien. Für Ende September wird das Urteil zu Kachelmanns Klage gegen "Bild" und Axel Springer erwartet. Es geht um Texte, die nach seiner Verhaftung im Jahr 2010 erschienen. Eine Ex-Geliebte hatte ihn damals wegen Vergewaltigung angezeigt, der Prozess endete mit einem Freispruch.

Kachelmann klagt auf 2,25 Millionen Euro Schmerzensgeld. "Ich war hoch verschuldet", sagte er dem SPIEGEL. "In den dunkelsten Momenten konnten wir uns nicht einmal Essen kaufen. Ich habe darüber nie öffentlich gesprochen, um der Falschbeschuldigerin nicht noch mehr Genugtuung darüber zu geben, was sie an Vernichtungswerk erreicht hat."

Er habe sich von Grundstücken, Häusern und Wohnungen trennen müssen, auch die Anteile an seiner Firma Meteomedia hat er verkauft. Seit dem Frühjahr betreibt er das Portal kachelmannwetter.com.

Die ganze Geschichte über Jörg Kachelmann lesen Sie im neuen SPIEGEL.

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