Angebliche Prasserei Johnny Depp keilt zurück

Häuser, Wein und teure Flüge: Johnny Depp lebt so verschwenderisch, dass ihm das Geld ausgeht - behaupten zumindest seine Ex-Manager. Nun erhebt der Schauspieler seinerseits schwere Vorwürfe.

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Wenn es um Geld geht, kann es im Leben oft schmutzig werden. Besonders wenn es um viel Geld geht, wie im Fall von Johnny Depp. Der US-Schauspieler liegt im Clinch mit seinen langjährigen Managern, die sich "The Management Group" (TMG) nennen. Nachdem TMG jüngst einen Klagesatz bei Gericht eingereicht hat, ergötzt sich die Welt an der angeblichen Verschwendungssucht des Hollywoodstars.

Depp habe einen "ultra-extravaganten Lebensstil" geführt, heißt es in dem öffentlich zugänglichen Schriftsatz. Zwei Millionen Dollar pro Monat habe sein Leben gekostet während der gemeinsamen 17 Jahre, "was er sich schlicht nicht leisten" konnte. Nun stehe der 53-Jährige vor dem finanziellen Kollaps.

Allein eine Million ging demnach für Wein drauf, Sicherheitskräfte, Privatflüge und 40 Angestellte. 18 Millionen Dollar habe Depp in eine Jacht gesteckt, ein Schloss in Frankreich gekauft, für drei Millionen Dollar die Asche des verstorbenen Schriftstellers Hunter S. Thompson in die Luft geschossen. TMG arbeitete bis 2016 für Depp.

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Johnny Depp: Das liebe Geld

Den Schauspieler muss die Debatte mächtig wurmen. Und so ließ er seinen Anwalt Adam Waldman im US-Magazin "People" nun zurückschießen. TMG "hat beschlossen, eine verwerfliche 'Beschuldige das Opfer'-Strategie anzuwenden", sagte Waldman demnach. Es sei "ein durchsichtiger Versuch, die eigene Haut zu retten und von dem eigenen Vergehen abzulenken". Depp hatte TMG Mitte Januar wegen Betruges auf 25 Millionen Dollar verklagt.

Demnach hat TMG sich ohne Einwilligung von Depp 28 Millionen Dollar aus dessen Vermögen genehmigt, außerdem Fristen für die Steuer versäumt, was dem Klienten Strafen brachte. TMG wiederum fordert in der jüngsten Gegenklage, die den Streit eskalieren ließ, 560.000 Dollar ausstehendes Honorar und die Rückzahlung von 4,2 Millionen Dollar, die man Depp als Kredit gegeben habe.

"Einzig und allein Johnny Depp war verantwortlich für seine extravaganten Ausgaben" heißt es in einem Statement. "TMG hat alles getan, um den Schauspieler vor sich selbst zu schützen." Die nächste Runde im Streit wird wohl nicht lange auf sich warten lassen.

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insgesamt 36 Beiträge
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n3z4r 02.02.2017
1. ähm
ja und? 1-2 Filme und er hat die Konten wieder voll... Ich versteh den aufriss nicht. Er ist einer bestbezhalten Schauspieler der letzen Zeit. Allein mit allen FDK teilen hat er ca 350 Mio Dollar verdient.. Ich denke von Pleite kann man hier nicht sprechen.
Spanier.cs 02.02.2017
2. nezer
Und da kommt dein brutales Halbwissen durch. 24 millionen Dollar jährlich mal 17 Jahre, macht 408 Millionen Dollar, netto!!!! Das heißt, dass der DEPP mit hoher Wahrscheinlichkeit sein ganzes Nettovermögen durchgebracht hat. Applaus hierfür. Denn das gelingt wirklich nicht jedem. Normalerweise ist eine Person durchaus dem Abgrund Nahe, wenn solche Gerüchte gestreut werden. Ich kann darüber nur lachen, denn wer so sinnlos Geld verprasst, hat es auch verdient pleite zu gehen. Wir werden also bald ziemlich miserable Filmen mit dem DEPP zu sehen bekommen und seine Gage wird stark sinken.
mettwurstlolli 02.02.2017
3. Eine Million Dollar für Wein?
Ein Gentleman mit Geschmack - keine Frage.
CommonSense2006 02.02.2017
4. Die Reichen werden immer reicher
Wie man sieht, stimmt das nicht unbedingt, der gute Mann scheint die Nachfrage ordentlich angekurbelt zu haben, statt seine Scheine aufeinander zu häufen und von den Dividenden zu leben, hat er ordenrlich konsumiert. Respekt, wenn er allein 40 Angestellte in Lohn und Brot gehalten hat, kann man ihm jedenfalls nicht vorwerfen, dass er nur an sich selbst gedacht hätte.
team_frusciante 02.02.2017
5.
Zitat von mettwurstlolliEin Gentleman mit Geschmack - keine Frage.
"Allein eine Million ging demnach für Wein drauf, Sicherheitskräfte, Privat-Flüge und 40 Angestellte." Zugegeben, das war bewusst irreführend formuliert, damit es eben erstmal so klingt, aber trotzdem steht hier ganz klar, dass die Million wohl eher hauptsächlich für Personal und Privatflüge drauf ging.
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