Juan Carlos und Co. 8,4 Millionen für spanischen Königsglanz

Spanien steckt in der Krise. Da käme es gar nicht gut an, wenn die Königsfamilie in den Verdacht geriete, verschwenderisch zu sein. Um Vorwürfen vorzubeugen, hat das Adelshaus nun erstmals seine Finanzen offengelegt.

Mitglieder des spanischen Königshauses: 8,4 Millionen Euro vom Staat
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Mitglieder des spanischen Königshauses: 8,4 Millionen Euro vom Staat


Madrid - Das spanische Königshaus hat den Steuerzahler 2011 etwa 8,43 Millionen Euro gekostet. Das geht aus den Finanzunterlagen des Hofes hervor, die erstmals veröffentlicht wurden. Der Betrag liegt demnach um fünf Prozent niedriger als im Vorjahr, teilte der Generalsekretär des Königshauses mit.

König Juan Carlos erhielt 2011 Einnahmen vor Steuern in Höhe von knapp 293.000 Euro. Davon waren 140.519 Euro als Jahresgehalt vorgesehen und 152.233 Euro für Repräsentationskosten. Kronprinz Felipe bekam aus dem diesjährigen königlichen Haushalt 146.376 Euro. Königin Sofía, der mit Felipe verheirateten Prinzessin Letizia und den beiden Königstöchtern Elena und Cristina seien in diesem Jahr Repräsentationskosten in Höhe von insgesamt 375.000 Euro zugewiesen worden. Der König darf diesen Betrag laut der Verfassung frei festlegen und auch über die Verteilung der Gelder unter den Mitgliedern der Königsfamilie entscheiden.

Das Königshaus betonte, der umstrittene Ehemann der Monarchentochter Cristina, Ex-Handballstar Iñaki Urdangarín, habe niemals Mittel aus dem Königsetat bezogen. Die spanische Sonderstaatsanwaltschaft für Korruptionsdelikte ermittelt derzeit gegen den Schwiegersohn von Juan Carlos. Er steht im Verdacht, in den Jahren 2004 bis 2006 öffentliche Gelder in Millionenhöhe veruntreut zu haben.

Der Fall Urdangarín war für König Juan Carlos Anlass, künftig öffentlich finanziell Rechenschaft abzulegen. Gegner der Monarchie und auch mehrere politische Parteien hatten seit Jahren vom Königshaus mehr finanzielle Transparenz verlangt.

Der Monarch hatte sich in den vergangenen Monaten über die Folgen des Skandals für das Ansehen des Königshauses sehr besorgt gezeigt. Am 12. Dezember hatte Juan Carlos beschlossen, seinen Schwiegersohn und dessen Frau bis auf weiteres von den offiziellen Aktivitäten der Königsfamilie auszuschließen.

ulz/dpa



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