Urheberrechtsklage gegen Justin Timberlake So ein Zirkus

Justin Timberlake soll sich für ein Lied bei einer Komposition von Cirque du Soleil bedient haben. Dafür fordert die Entertainment-Firma mindestens 800.000 Dollar. Nun landet der Streit vor Gericht.

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Justin Timberlake hat wegen eines Lieds auf seinem Album "The 20/20 Experience" juristischen Ärger. Die Entertainment-Firma Cirque du Soleil ist überzeugt, dass der Sänger ohne Erlaubnis Teile eines Liedes abgekupfert hat. Für "Don't Hold the Wall" soll sich Timberlake bei "Steel Dream" aus dem Cirque-du-Soleil-Album "Quidam" von 1997 bedient haben.

In der Klageschrift werden mindestens 800.000 Dollar für die Urheberrechtsverletzung gefordert. Als weitere Beklagte sind Produzent Timbaland und Sony Music Entertainment genannt. Sie äußerten sich nicht zu der Klage. "The 20/20 Experience" wurde mehr als zwei Millionen Mal verkauft.

Für Timberlake ist es nicht das erste Verfahren dieser Art. Die Band Sly, Slick and Wicked verklagte ihn Anfang dieses Jahres, weil sie der Ansicht war, er habe sich für sein Lied "Suit & Tie" bei ihrem Song "Sho' Nuff" bedient. Und ihm wird laut "Variety" vorgeworfen, dass "Damn Girl" teilweise allzu offensichtlich nach Perry Kibbles "A New Day Is Here at Last" klingt.

Urheberrechtsklagen sind in der Musikbranche keine Seltenheit. Im vergangenen Jahr wurden den Nachlassverwaltern des Sängers Marvin Gaye 7,4 Millionen Dollar zugesprochen. Robin Thicke und Pharrell Williams hatten sich für ihre Hit-Single "Blurred Lines" allzu freimütig bei Gayes Kompositionen bedient.

ulz/Reuters

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