Kampf gegen Krebs Swayze und die Heilkraft der Arbeit

Was tut ein Mensch, der an Krebs erkrankt? Er macht eine Weltreise, kümmert sich um seine Familie oder erfüllt sich seinen größten Traum? Vermutlich. Patrick Swayze indes geht einen anderen Weg - und schuftet wie ein Besessener.


Los Angeles - Der an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankte Hollywoodstar schont sich nicht. "Ich liebe es, hart zu arbeiten", sagte Swayze nun in einem Interview mit der "New York Times". Täglich stehe er rund zwölf Stunden für die TV-Serie "The Beast" vor der Kamera.

"Wenn ich am Ende des Tages nach den Dreharbeiten heimfahre, habe ich oft ein Grinsen im Gesicht. Ich bin stolz auf das, was ich mache", so Swayze.

Obwohl bei ihm im Januar eine besonders aggressive Form von Bauchspeicheldrüsenkrebs diagnostiziert worden sei, habe er nur anderthalb Tage bei den Dreharbeiten gefehlt, schreibt die Zeitung.

"Eine Chemotherapie ist die Hölle"

Für Swayze habe der Job therapeutischen Charakter. "Wie kann man eine positive Lebenseinstellung behalten, wenn dir die Statistiken sagen, dass du ein toter Mann bist?", fragt der Schauspieler und gibt sich die Antwort gleich selbst: "Du gehst zur Arbeit."

Der Star aus dem Kultfilm "Dirty Dancing" sprach nun erstmals über seinen Umgang mit der Krankheit: "Ich habe mich nicht verändert - ach, was rede ich da, ich habe mich verändert. Ich gehe durch ein Schlachtfeld. Wie man es auch dreht, eine Chemotherapie ist die Hölle!" Durch Protein-Shakes habe er inzwischen wieder zehn Kilogramm zugenommen.

Swayze erinnert sich, dass er seine Erkrankung zunächst für harmlos gehalten habe. Bei Dreharbeiten im Dezember habe er sich gut gefühlt und nur gedacht, dass er eine langwierige Magenverstimmung hat. Doch auch nach Drehende seien die quälenden Magenschmerzen geblieben. "Dann brachen alle Symptome der Erkrankung aus", so Swayze. "Du siehst dich im Spiegel und denkst: Okay, besser du lässt dich durchchecken."

Der Schauspieler habe eine Chemotherapie bekommen und sei zusätzlich mit einem neuartigen Medikament behandelt worden. Augenblicklich habe er keine Krebszellen, gelte aber noch nicht als geheilt, schreibt die "New York Times".

bog



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