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Kanye West Stadion-Rap

aus DER SPIEGEL 35/2021
Foto: Kevin Mazur / Getty Images for Universal Music Group

Der Rapper, Superstar, Kim-Kardashian-Nochehemann und Meister-Knallkopf Kanye West, 44, hat schon eine Menge großartigen Unfug gemacht, um seine Platten zu promoten. Er hat für sein Album »Yeezus« Kurzfilme an ausgewählte Wände einiger Metropolen werfen und die Musik dann bei einer Premierenfeier in absurd lautem Klangmatsch versinken lassen. »The Life of Pablo« wurde sogar auf der Sexplattform Pornhub veröffentlicht – bis heute halten sich Gerüchte, West selbst habe es dort eingestellt. Und als das Album dann erschien, veränderte West die Musik nach Veröffentlichung noch zwei Jahre lang weiter, nie waren die Stücke fertig. Nun soll »Donda« herauskommen, sein neuestes Werk, und West hat nicht nur verkündet, dass er seinen Künstlernamen »Ye« als wirklichen Namen in seinen Pass eintragen lassen will (»Ye« hieß auch schon mal eine Platte von ihm), er hat sich auch in ein riesiges Footballstadion in Atlanta eingemietet, wo er seit Wochen für angeblich eine Million Dollar am Tag in einem winzigen Zimmer wohnt, und natürlich alles auf Instagram dokumentiert. Ende Juli und Anfang August hat er »Donda« auf zwei Shows im Stadion vor jeweils rund 40.000 Zuschauern schon vorgestellt, die beiden Shows sollen sehr unterschiedlich gewesen sein, offenbar wird noch an der Musik gearbeitet. Dass West kurzfristig in ein anderes Stadion umgezogen sei, entpuppte sich dann als Gerücht; ein befreundeter Rapper hatte es gepostet. Der behauptete kurz darauf, sein Account sei gehackt worden.

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