Kaufhaus-Diebin Herfurth Karoline geht der Stift

"Ich ließ so ein Hello-Kitty-Stiftding mitgehen": Karoline Herfurth kassierte als Neunjährige Hausverbot im Kaufhaus. Nun hat die Schauspielerin erzählt, wie ungeschickt sie sich beim Stehlen anstellte.

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Millionen deutsche Kinobesucher dürften sie vor allem als Elisabeth Schnabelstedt kennen: In den "Fack ju Göhte"-Filmen mimte Karoline Herfurth die Rolle der überkorrekten Lehrerin. Im wahren Leben hat die 32-Jährige aber offenbar durchaus Verständnis, wenn Kinder es mit Regeln und Gesetzen mal nicht ganz so genau nehmen. Das hat die Schauspielerin nun in einem Interview anklingen lassen.

Als Neunjährige habe sie einmal in einem Kaufhaus gestohlen, sagte sie der "Gala". "Ich habe ein Jahr Hausverbot im Kaufhof bekommen. Und der lag auf meinem Schulweg", so Herfurth."Ich hatte jeden Tag Angst, daran vorbeizulaufen und gesehen zu werden."

"Mit neun Jahren habe ich so ein Hello-Kitty-Stiftding mitgehen lassen. Das hätte ich nie von meinen Eltern bekommen", sagte Herfurth weiter. Besonders geschickt verbarg sie ihr Vergehen demnach allerdings nicht: "Mein Vater hat mich dann gefragt, woher ich das habe. Ich hab mir einen bekloppten Preis ausgedacht, 1,67 oder so, für den ich das Teil angeblich gekauft habe. Er wusste natürlich sofort Bescheid."

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Karoline Herfurth: Die 1,67-Lüge

Herfurth musste den Stift zurückbringen und bekam das Hausverbot, wie sie in dem Interview erzählte. Weil es in ihrer Familie keinen Fernseher gegeben habe, sei sie "eigentlich jeden Nachmittag im Kaufhof gewesen, um dort immer und immer wieder denselben Kinderfilm ohne Ton zu gucken. Das ging dann auch nicht mehr."

Herfurth ist vom Herbst an im dritten Teil der erfolgreichen Schulkomödienreihe "Fack ju Göhte" zu sehen, geplanter Filmstart ist der 26. Oktober. Die beiden ersten Teile der Reihe schafften es auf jeweils mehr als sieben Millionen Zuschauer und gehören damit zu den erfolgreichsten deutschen Filmen überhaupt.

mxw/dpa

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Ryker 09.03.2017
1. ;-)
Wenn Frau Herfurth mit neun, also vor gut 23 Jahren, in Euro gelogen hat, dann sollte sie nicht als Diebin gescholten, sondern ihr als Prophetin gehuldigt werden!
Indigo76 09.03.2017
2.
Sie hat nichts von Euro gesagt. Euro stand nur im Untertext der Bildergalerie - und diese Texte stammen von der Spiegel-Online-Redaktion. Statt einer Prophetin wohl eher ein Journalist, der nicht nachdenkt. Da ist ja selbst der sprichwörtlich in China umfallende Sack Reis faszinierender.
kalim.karemi 09.03.2017
3. Oh Gott.
als Kind mal was mitgehen lassen, was für eine aufregende Jugend. Wenn es weiter nichts zu berichten gibt, kann man auch einfach mal nichts sagen.
jujo 09.03.2017
4. ...
Wir haben als "Jungenbande" im Berlin der fünfziger Jahre ständig in einem Tante Emmaladen geklaut. Eines Tages war Schluß, hinter uns ging die Tür zu, wurde verschlossen und dann gab es vom Sohn der Besitzerin was an die Ohren. Wir mußten uns entschuldigen und das Thema war erledigt. Keiner hat was zuhause erzählt denn dann hätte es es erst recht was gegeben.
skeptikerin007 09.03.2017
5.
Zitat von jujoWir haben als "Jungenbande" im Berlin der fünfziger Jahre ständig in einem Tante Emmaladen geklaut. Eines Tages war Schluß, hinter uns ging die Tür zu, wurde verschlossen und dann gab es vom Sohn der Besitzerin was an die Ohren. Wir mußten uns entschuldigen und das Thema war erledigt. Keiner hat was zuhause erzählt denn dann hätte es es erst recht was gegeben.
Das passiert wenn Kinder mit unsinnigen Verboten leben müssen. Meine Bekannte, militante Veganerin hat ihre Söhne beim Würstchenbude erwischt. Bei uns wollten einfach Zucker mit Löffel essen, was mir sehr mißfiel. Wir einigten in selbstgebackenen Kekse, aber bitte Mama nichts verraten. Verbote nützen nicht, die Eltern sollen vernünftige Alternativen suchen.
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